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Athen – Sehenswürdigkeiten und Reiseführer

by admin1

Wir wollen auf dieser Seite Informationen zu Athen anbieten. Athen ist sicher einer der bekanntesten Städte der Welt. Die Geschichte Athens ist ebenfalls sehr beeindruckend. Ein Urlaub in Athen eignet sich daher sowohl für den geschichtlich interessierten Besucher als auch für Besucher, die gerne Shoppen oder “relaxen” wollen.
Athen – gemütliches Shopping in der Plaka Athen – gemütliches Shopping in der Plaka

Athen ist insgesamt eine unglaublich vielfältige und abwechslungsreiche Stadt und ein Besuch dieser Metropole lohnt auf jeden Fall.

Falls Sie eine Athen Reise oder einen Athen Urlaub planen, werden Sie hier sicher fündig werden. Neben den vielen bekannten Sehenwürdigkeiten Athens wollen wir auch die weniger bekannten Seiten Athens darstellen. Eine Athen Reise sollten Sie auf jeden Fall aber gut vorbereiten, denn die Sehenswürdigkeiten sind wirklich immens zahlreich und vielfältig …

Urlaub in Athen

athen-olympieion-tempel-des-Olympischen-zeus Überall in Athen finden sich antike Stätten, z. B. hier der Tempel des olympischen Zeus.
Ein Urlaub in Athen beginnt vor allem mit dem Suchen einer geeigneten Unterkunft. Da Athen eine Touristenhochburg ist, sind die Preise vor allem für Hotels sehr hoch. Doch auch Privatunterkünfte und Jugendherbergen sind vorhanden und preislich recht günstig. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, sich eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus in der Nähe Athens zu suchen. Generell lässt sich sagen, dass Unterkünfte außerhalb der Stadt preiswerter sind, als Unterkünfte direkt im oder in der Nähe des Stadtzentrums.

 

Tempel des Zeus
Plaka
Strand in Athen
Ägina

Für einen Urlaub in Athen muss man sich Zeit nehmen. Vor allem die Vielfalt an historisch bedeutsamen Orten lässt nicht zu, dass man sich Athen praktisch “im Vorbeigehen” ansieht.

Am Besten ist, man macht sich vor dem Urlaub eine Liste der Sehenswürdigkeiten, die man sich ansehen möchte – es ist unmöglich, sich wirklich alles anzusehen. Neben den Ruinen der Antike und den Bauwerken der letzten Jahrhunderte gibt es viele moderne Bauwerke zu bewundern, die vor allem den Wandel zwischen der Vergangenheit und der Zukunft in Athen dokumentieren. Schlussendlich findet man auch zahlreiche Museen in Athen, die sowohl über Kunst und Kultur als auch über Altertum, Technik und Gegenwart Auskunft geben und die dem Touristen viel Aufmerksamkeit abfordern.
athen-plaka Gemütliches Shopping in der Plaka, der Altstadt Athens.

Ein absolutes Muss ist die Akropolis. Wie auch andere Gebäude dieses Namens war sie einst eine Stadtbefestigung des antiken Griechenlands. Zwar liegt die Akropolis von Athen heute in Ruinen dar, doch das Pantheon, der Niketempel und das Erechteinon sind Bauwerke, die die einstige Größe Griechenlands besser darstellen als jedes andere Bauwerk. Die lange Geschichte Griechenlands ist in Athen allgegenwärtig und ein Urlaub in Athen bedeutet auch, sich mit dieser Geschichte auseinander zu setzen. Sei es, dass man sich die Hadriansbibliothek ansieht, zum Kloster Daphni wandert oder sich mit dem Plaka das älteste Viertel der Stadt Athen ansieht, die Historie wartet hinter jeder Ecke.
athen-strand Urlaub in Athen bietet verschiedene Möglichkeiten, z. B. Schwimmen an einer der Strände der Stadt.

Selbstverständlich ist Athen keine durch und durch antike Stadt. Selbstverständlich bietet Athen, wie jede Metropole auch das urbane Leben mit Annehmlichkeiten wie Designerläden, Restaurants, Bars und Discotheken. Eben auch ein Urlaub ist in Athen möglich.Trivago z. b. bietet Möglichkeiten, einen Hotelvergleich in Athen an. Die Mehrheit der Touristen kommt jedoch nicht deshalb nach Athen. Sie kommen, um das alte Reich der Griechen zu erleben und in die lange Geschichte dieses Volkes einzutauchen.

Wetter und Klima in Athen

Die meisten Touristen kommen nach Athen, weil sie sich von der Nähe zum Mittelmeer warme und sonnige Tage versprechen. Aus diesem Grund fahren viele Urlauber in den Monaten Mai bis September verstärkt nach Athen. Klima und Wetter in Athen sind jedoch aus mehr als nur einem Grund sehr gewöhnungsbedürftig. Zum einen sorgt dafür, die Bergkette, die hinter Athen beginnt.

Richtig ist, dass das Wetter in Athen besonders während der Sommermonate sehr stabil, trocken und warm ist. In der Regel regnet es in diesen Monaten kaum, im Durchschnitt 1 – 2 Tage im Monat. Dazu hat man dann den Luxus, dass den ganzen Tag die Sonne scheint. Auch die Temperaturen sorgen für einen unbeschwerten Sommerurlaub, denn mit wenigstens 30°C hat man in Athen Sommer pur – selbst 40° C sind hier keine Probleme. Selbst im Winter kann man mit Temperaturen um die 20°C sehr schnell vergessen, dass der Januar ja eigentlich ein Wintermonat ist.

Während es in den Sommermonaten heiß und trocken ist, sind die Winter, wie in allen mediterranen Gebieten, in Athen sehr mild. In dieser Zeit fällt auch der im übrigen Jahr stark vermisste Regen. In dieser Zeit kann sich auch die Flora wieder von den trockenen Sommern erholen und, wie die vielen Sukkulenten, Wasser speichern für die Hitzeperiode im nächsten Sommer.

Klima und Wetter in Athen haben für eine einzigartige Vegetation gesorgt. Vor allem die strapazierfähigen Pflanzen wachsen hier. Es gibt im Gebiet um Athen ausgedehnte Pinien- und Olivenwälder. Die Tatsache, dass Athen im Norden durch Berge abgeschirmt ist, sorgt dafür, dass die Hitze sich in der Ebene staut und somit auch tropische und subtropische Pflanzen hier heimisch werden können. Doch bis auf die großen Waldgebiete ist die Vegetation im Gebiet von Athen eher spärlich.

Diese Temperaturen schlagen sich selbstverständlich auch auf die Wassertemperatur nieder. Bei bis zu 25°C bietet das Wasser gerade genügend Abkühlung an einem heißen Tag. Das durchgängig warme Wasser hat selbstverständlich auch Auswirkungen auf das Ökosystem. Die Unterwasserwelt vor den Toren Athens mag noch so atemberaubend schön sein – immer wieder sorgen Algenplagen für Schlagzeilen.

Doch das Klima in Athen sorgt nicht nur im Wasser für Probleme. Den Athenern zum Alltag gehörend ist der sommerliche Smog, der jedes Jahr für schlechte Luft und Atemprobleme sorgt. Regelmäßige Fahrverbote und neue Abwassergesetze haben hier in den letzten Jahren für eine leichte Entspannung gesorgt. Nach wie vor gefährlich sind die regelmäßigen Waldbrände, die in den überaus trockenen Sommermonaten auftreten. Hier werden jährlich hunderte Hektar historischer Pinien- und Olivenwälder vernichtet. Da es während der Monate April bis Oktober selten mehr als 10 Tage im Monat regnet, ist die Erde im Sommer meist völlig ausgetrocknet. Ein idealer Nährboden für flächendeckende Brände.

Flughafen Athen und die Anreise nach Athen

Die meisten Menschen werden Athen mit dem Flugzeug erreichen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Der internationale Flughafen Athens, Venizelos, liegt etwas außerhalb der Stadt Athen. Die Anreise nach Athen erfolgt dann von hier aus über die sehr gut ausgebaute Metro-Verbindung. Der Flughafen ist der größte Flughafen in Griechenland und wurde erst 2001 eröffnet, entspricht also den neuesten Sicherheitsvorschriften. Flüge von Deutschland aus kann man über verschiedene Flugreisen buchen. Sowohl reguläre Linienflüge als auch Flüge mit den so genannten Low Cost Fluglinien sind hier möglich.

Doch zusätzlich zur Anreise per Flugzeug gibt es noch die Möglichkeit, Athen mit dem Schiff, dem Zug oder auch per Auto zu erreichen. Die Zugverbindungen führen durch den Balkan, eine Strecke, die heute sehr sicher ist und die zudem zu den landschaftlich schönsten Strecken Osteuropas gehört. Wer im Zuge einer Osteuropa-Rundreise auch Athen besuchen möchte, der sollte sich für die Zuganreise mit einer ausgedehnten Fahrt durch den Balkan entscheiden. Im Vergleich zu den Flügen, die in dieser Region möglich sind, ist die Anreise nach Athen mit der Bahn ungleich kostengünstiger, dauert dafür jedoch auch etwas länger.

Eine weitere Möglichkeit, eine Anreise nach Athen zu gestalten ist, mit dem Schiff anzureisen. Von verschiedenen europäischen Ländern gibt es regelmäßige Fährverbindungen. So ist es zum Beispiel sehr gut möglich, von Italien aus mit den regelmäßigen Fährverbindungen nach Griechenland zu kommen. Die meisten Fähren aus Italien legen in Patras an und beginnen in Bari, Ancona oder Venedig. Doch auch der alte Fährhafen in Piräus wird immer wieder von Fährschiffen angelaufen. Hier ist es jedoch wichtig, dass man sich an eine sichere, international agierende Reederei wendet.

Wer mit der Fähre anreisen will, dem sei die Verbindung nach Patras empfohlen. Zwischen der Hafenstadt Patras und Athen fährt die Peleponnes Eisenbahn. Hierbei handelt es sich um einen Schmalspurbahn, die zwischen den beiden Städten pendelt, durch landschaftlich reizvolles Gebiet führt und perfekt auf den Griechenlandaufenthalt einstimmt. Da die Bahn auch in Piräus hält, kann sie ebenfalls für die Weiterfahrt nach Athen benutzt werden, wenn die Fähre in dieser Hafenstadt anlegt. Da zwischen Piräus und Athen auch eine reguläre Buslinie sowie eine Metrolinie fahren, hat man in diesem Fall mehrere Transportmöglichkeiten zur Auswahl.

Vor allem bei Touristen, die mit dem Auto, dem Campingwagen oder dem Wohnmobil anreisen, sind Fährverbindungen nach Griechenland sehr beliebt. Doch selbst die Fahrt über Land, ohne Fähre, sind inzwischen Sicher und die Straße zum größten Teil auch im Balkan sehr gut ausgebaut. Allerdings muss man hier mit einem zeitlichen Mehraufwand rechnen, denn es gibt viele Grenzen zu überwinden.

Athen Umgebung

Wer die Sehenswürdigkeiten in Athen kennengelernt hat, kann auch in der Umgebung von Athen sehr viele interessante touristische Ziele finden. Die Umgebung von Athen ist ebenso geschichtsträchtig und interessant wie die Stadt Athen selbst. Der Vorteil ist, dass man die meisten touristischen Ziele in der Umgebung von Athen bequem mit dem Zug oder dem Bus erreichen kann.

Den Anfang macht man am besten im Wald. Hier steht das alte Kloster Daphni, das sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Vor allem die vielen Mosaike, darunter das berühmte Mosaik des Christus Pantokrator, machen das Kloster Daphni zu einem besonders wichtigen Zeugen der Geschichte. An der Stelle des heutigen Klosters war einst ein Heiligtum zu Ehren des Gottes Atoll. Der Name Daphni bedeutet Lorbeer. Der Lorbeer war die Pflanze des Atolls und man sieht auf dem Gelände sehr viele Lorbeerbäume zu Ehren des griechischen Gottes stehen.

Wer das urtypische Leben der Griechen kennenlernen möchte, sollte sich auf die Inseln Hydra und Ägina begeben. Die Insel Hydra liegt etwa 60km von Athen entfernt und wurde bereits 1300 v. Chr. besiedelt. Die gesamte Insel gibt einen sehr guten Eindruck vom ländlichen Griechenland. In den schmalen Gassen der Insel, die oft aus einer einzigen Treppe bestehen, kann man die Sommersonne herrlich genießen und die Seele baumeln lassen.

Auch die Insel Ägina lockt immer wieder interessierte Touristen an. Vor allem der Tempel der Göttin Aphaia macht die Insel zu einer wichtigen Sehenswürdigkeit für Touristen. Die gesamte Insel ist übersät mit Zeugnissen der Antike. So findet man auf der Insel sowohl Reste einer alten Umfassungsmauer als auch einen Apollontempel im Ort Ägina. Ein spezielles Museum zeigt die Funde, die bei Ausgrabungen auf der Insel rund um die Stadt Ägina gemacht wurden. Darüber hinaus eignet sich die Insel hervorragend für lange Spaziergänge durch den Wald oder entlang idyllischer Weinberge oder Olivenhaine.

Südlich von Athen befinden sich die Halbinsel Attika und das Kap Sounion. Hier, am Kap Sounion befindet sich eines der wichtigsten Bauwerke des antiken Griechenlands, der Poseidon-Tempel. Zwar ist auch dieser nur noch als Ruine vorhanden, doch lassen die Überreste das imposante Bauwerk erahnen, das hier einst stand. In dem Marmortempel beteten einst Seefahrer zum Meeresgott Poseidon für eine glückliche Fahrt und Heimkehr.

Der Bade- und Fischerort Rafina ist ein idealer Ort, um nach viel Kultur einmal die Seele baumeln zu lassen. Hier findet man noch alte Fischer und idyllische Gassen und Plätze. Nirgendwo in der Umgebung kann man so hervorragenden und vor allem ähnlich frischen Fisch genießen, wie in den Fischrestaurants des Ortes. Der Hafen von Rafina ist zwar nicht besonders groß, aber dennoch für die Verbindung zu den umliegenden Inseln sehr wichtig. Ein Spaziergang entlang des Hafens sollte man vor allem bei Sonnenuntergang unternehmen.

Nordöstlich von Athen findet man den historischen Ort Marathon. Dieser Ort war einst Schauplatz einer Schlacht. Ein Bote brachte die Nachricht des Sieges von Marathon nach Athen – eine Strecke von ca. 42km. Somit wird dieser Ort als Geburtsort des Marathonlaufes angesehen. Der Ort Marathon ist weiterhin sehenswert wegen der Grabhügel der in der Schlacht von Marathon Gefallenen sowie einem Museum, das Funde aus dieser Zeit sowie interessante Skulpturen zeigt

Nicht nur aufgrund des populären Fussballklubs ist Piräus international bekannt, ebenso sehenswert ist der große Hafen.

Sehenswürdigkeiten in Athen

Die Stadt Athen ist bekannt für ihre ganz besonderen Sehenswürdigkeiten. In der griechischen Hauptstadt sind die bedeutendsten Stätte der Antike noch sehr gut erhalten und bieten Touristen, die sich für Geschichte und Kultur begeistern können, viele interessante Einblicke sowohl in die griechische Geschichte als auch in die Geschichte der Menschheit.

Hoch über der Stadt thront die wahrscheinlich bekannteste Sehenswürdigkeit in Athen, die Akropolis. Die Akropolis gehörte ursprünglich zur antiken Stadtbefestigung Athens und besitzt herausragende Ruinen alter Tempelanlagen. Auf dem felsigen Plateau befinden sich 21 interessante Ruinen, darunter so bekannte Tempelruinen wie der Niketempel, der Athena-Tempel oder auch das Parthenon. Geschichtsfreunden wird das Dionysostheater, das älteste Theater Griechenlands, sicherlich Aufschluss über die Geschichte des Ortes geben.

Doch nicht nur hoch über Athen findet man sehr interessante Sehenswürdigkeiten. Die lange Geschichte der Stadt Athen ist überall gegenwärtig. Einen Einblick in die Politik des antiken Griechenlands erhält man auf der Agora. Dieser Marktplatz diente einst als Versammlungsort für den Polis, einer antiken Staatsform in Griechenland. Entlang der antiken Panathenaia-Straße befinden sich viele historische Bauwerke und interessante Ruinen. Hier erhält man einen Einblick in die alten Verwaltungsgebäude und Säulenhallen, Stoen genannt. Selbstverständlich wurde hier auch den Göttern gehuldigt, wovon viele Sakralbauten, wie das Hephaisteion oder der Ares-Tempel Zeugnis ablegen.
Kerameikos Kerameikos

Eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Geschichte der Menschheit ist sicherlich die Hadriansbibliothek. Zwar ist auch diese nur noch in Ruinen vorhanden, sie zeigt aber dennoch die Bedeutung Athens und Griechenlands in der Antike. Gebaut wurde die Bibliothek vom römischen Kaiser Hadrian und war seinerzeit die größte Bibliothek des antiken Athens.

Auch eine so alte Stadt wie Athen hat eine Altstadt. In Athen ist dieses älteste Stadtviertel die Plaka. Die Häuser, die man hier sieht, stammen zwar in der Regel aus dem 18. Jh., sind also verhältnismäßig jung. Wer jedoch genauer hinsieht, wird feststellen, dass ihre Fundamente fast ausschließlich aus der Antike stammen, also so alt sind, wie Athen selbst. Nirgendwo kann man die Stadt so intensiv erleben, wie bei einem Spaziergang durch die Plaka. Hier findet man auch mit dem Museum für traditionelle Musikinstrumente ein Museum, das die Kultur Griechenlands sehr gut vermittelt.

Die Liste der Sehenswürdigkeiten Athens wird abgerundet durch eine erstaunliche Anzahl an herausragenden Museen. Dem Ort entsprechend handelt es sich hierbei vornehmlich um archäologische Museen. Das Archäologische Nationalmuseum Athens bietet einen interessanten Streifzug durch die Geschichte und stellt die Geschichte anhand vieler Plastiken, Statuen und Bronzefunde sehr anschaulich und lebendig dar. So findet man hier beispielsweise eine Statue des Kaisers Augustus oder die Kolossal-Statue Sounion-Kouros, die über 3m hoch ist.

Die Fundstücke der Akropolis kann man im neu eröffneten Akropolismuseum betrachten. Es wurde im Sommer 2009 eröffnet und zeigt ausschließlich Funde und Exponate aus der Akropolis. Zahlreiche herausragende Ausstellungsstücke findet man in diesem Museum. So kann man hier den Blonden Kopf von der Akropolis bestaunen oder auch eine Skulptur, Kore genannt, einer der Säulenhallen der Akropolis. Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist sicherlich das Parthenonfries der Akropolis.

Schlussendlich gehört zu den ganz besonders interessanten Sehenswürdigkeiten in Athen auch noch die Nationalgalerie. Hier kann man einen interessanten Streifzug durch die Geschichte der Malerei unternehmen. Arbeiten von El Greco, Picasso, Mondrian oder Rodin sowie zahlreiche griechische Maler weisen den Weg durch die Epochen der Malerei.

Die Akropolis

Die Akropolis ist die wahrscheinlich bekannteste Sehenswürdigkeit Athens. Akropolis bedeutet übersetzt eigentlich nichts anderes als “Oberstadt” und tatsächlich liegt die Akropolis oberhalb Athens auf einem knapp 160 m hohen Felsen und “wacht” als Ruine der alten Stadtfestung über die Stadt. Heute ist die Akropolis in Athen die meistbesuchte Sehenswürdigkeit, im Sommer ist der Ort von Touristen übervölkert. An keinem anderen Ort in Griechenland kann man die Geschichte so gut nachempfinden, wie hier.

Errichtet wurde die Stadtfestung der Akropolis ca. 467 v. Chr. zu Ehren der griechischen Göttin Athene. Athene war im antiken Griechenland die Göttin des Krieges aber auch der Wissenschaft und Kunst. Zudem ist sie die Schutzgöttin Athens und auch Namensgeberin der Stadt. Man geht heute davon aus, dass der Name Athene “Mädchen aus Athen” bedeutet hat. Athene ist dementsprechend auch die alles bestimmende Figur der Akropolis. Davon zeugt nicht nur die Statue der Athena Promachos, die einst in der Nähe des Erechteions stand, sondern auch die vielen Statuen und Standbilder, die man heute noch auf dem weitläufigen Gelände der Akropolis finden kann.

Die Akropolis besteht heute aus den Ruinen von insgesamt 21 Bauwerken, von denen die meisten Tempel sind, die verschiedenen Göttern geweiht wurden. Die Akropolis war im antiken Griechenland eine heilige Stätte und die Hohepriester hielten hier Rituale zu Ehren der verschiedenen Götter ab. Zu den bemerkenswerten Bauwerken, die man im Bereich der Akropolis sehen kann, gehören sicherlich neben dem Parthenon und dem Niketempel vor allem die majestätischen Propyläen. Bei den Propyläen handelt es sich um die Ruinen eines gewaltigen Tores, der einst den Eingang zur Akropolis kennzeichnete und heute direkt auf den Niketempel führt. Zu den besonders gut erhaltenen Ruinen des Areals zählt auch das Erechteion, ein Tempel der ebenfalls Athene geweiht ist. In diesem Tempel soll der Überlieferung nach der heilige Ölbaum der Athene und auch das Grab eines Königs der griechischen Mythologie untergebracht sein. Besonders bemerkenswert am Gebäude des Erechteions sind zum einen die figurhaften Säulen, die Mädchen darstellen und der Innenraum, in dem man die Baukunst des antiken Griechenland sehr gut nachempfinden kann.

Eine weitere besondere Sehenswürdigkeit auf der Akropolis in Athen ist mit Sicherheit das Dionysostheater. Dionysos war der Gott des Weines und der Ausschweifungen. Dementsprechend war es im antiken Griechenland üblich, Theater nach ihm zu benennen. Beim Dionysostheater handelt es sich um ein Amphitheater, in dem man noch heute die aus Stein gehauenen Ehrenplätze sehen kann. Das Parthenon schließlich ist das kulturell bedeutsame Zentrum der Akropolis in Athen. Hier findet man den am besten erhaltenen Bau des gesamten Geländes vor. Das Parthenon ist heute auch von der Stadt aus durch seine hoch aufragenden Säulen sehr gut erkennbar. Es besteht aus einer Ringhalle, die den Naos, das eigentliche Zentrum des Bauwerks umgeben. Besonders beeindruckend am Parthenon sind die sehr gut erhaltenen Verzierungen, die man überall finden kann. An diesem Gebäude ist die Kunst des antiken Griechenlands sehr gut überliefert: überall an dem Gebäude findet man Friese. Besonders sehenswert sind die Metopen, die Bilder aus der griechischen Mythologie und Geschichte, wie zum Beispiel den Trojanischen Krieg, zeigen und die in dieser Form einzigartig sind.

Die Zeit und auch frühere Restaurationsarbeiten sind an den Bauwerken der Akropolis nicht spurlos vorüber gegangen, viele der heutigen Restaurierungsarbeiten sollen helfen, Schäden aus vergangenen Versuchen, das Areal zu erhalten, zu beheben.

Die Agora

Die Agora von Athen ist eines der anschaulichsten Beispiele griechischer Baukunst. Übersetzt bedeutet Agora nichts anderes als “Marktplatz” und doch ist die Agora nichts weniger als ein Handelsort für Güter. Hier versammelte sich seinerzeit die “Polis”, die Regierung der Stadt und der Umgebung. Zudem wurde eine Agora immer auch als Gerichtsplatz und als Versammlungsort der Bürger Athens genutzt. Agoren findet man im Mittelmeerraum in jeder ehemals großen Stadt. In Athen gibt es neben der Agora von Athen zusätzlich die römische Agora. Auch das heutige Dionysostheater wurde ursprünglich als Agora konzipiert. Erst im Laufe der Jahrhunderte wurde es ab 330 v. Chr. zum Theater umgebaut. Dieses Beispiel zeigt, dass die Agora immer schon für die Menschen im antiken Griechenland errichtet wurde. Die Agora hatte eine vielseitige Nutzung und war nicht nur der Aristokratie vorbehalten

Die Agora von Athen ist zum einen aufgrund der gut erhaltenen Bauwerke, Straßen und Säulen ein besonders beeindruckender Ort. Zum anderen ist das Areal, das die Agora einnimmt, einmalig. Die Agora von Athen weist eine Fläche von 120m² auf, auf der viele berühmte Bauwerke errichtet wurden. Unter anderem stehen hier die berühmten Gebäude Hephaisteion oder auch der Ares Tempel. Darüber hinaus stehen auf dieser Fläche unzählige Sakralbauten, Säulenhallen, Ruinen von Verwaltungsgebäuden und Kulturgebäude. Nichts lässt heute mehr darauf schließen, dass die Agora in ihren Anfängen in der Jungsteinzeit als Begräbnisplatz genutzt wurde. Die Bedeutung als Versammlungsort für die Bürger erhielt die Agora erst später.

Die Panathenaia-Straße durchzieht die Agora wie ein roter Faden. Dieser Weg war anfangs nur notdürftig errichtet, Einrichtungen, wie der Rinnstein zum Beispiel, folgend erst in den folgenden Jahrhunderten. Zur Blütezeit der Agora war dies nicht nur ein Verkehrsweg, sondern wurde zum Austragungsort von Wettkämpfen, Prozessionen und Paraden. Die Straße wurde so angelegt, dass Tribünen an ihrem Rand aufgestellt werden konnten.

Im Verlauf der Panathenaia-Straße kommt man an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei. Die Straße beginnt am Pantheon und führt am ehemaligen Gebäude der Münze, dem Perityl-Hof, dem Zwölfgötter Altar oder der Basileios-Säulenhalle vorbei. Im Gegensatz zu anderen Gebäuden der griechischen Antike sind die Gebäude der Agora zum Teil noch sehr gut erhalten bzw. wurden aufwändig restauriert. Somit geben die Gebäude einen sehr guten Eindruck über das Leben im antiken Griechenland.

Dazu tragen auch die mannigfaltigen Funde bei, die man über sämtliche Epochen gemacht hat. Beginnend mit Ausgrabungen, die die erste Besiedlung in der Jungsteinzeit belegen, über Belege der Instrumente der Demokratie in Griechenland bis hin zu Alltagsgegenständen der Menschen sind hier viele Ausgrabungsstücke zusammengetragen worden. So gehören zum Beispiel eine antike Wählmaschine und das Beispiel eines so genannten “Tellergerichts” zu den bedeutenden Funden der Sammlung der Agora.

Stoa von Attalus

Die Stoa von Attalus ist eines der beeindruckensten Gebäude, die man auf der Agora sehen kann. Sie wurde erbaut von König Attalos von Pergamon. Wie alle Gebäude der Agora lag sie in Trümmern, sie wurde jedoch von 1953 – 1956 wieder aufgebaut. Heute entspricht sie den überlieferten Informationen der Antike. Die Stoa ist ca. 126m lang, 20m breit und erstreckt sich über 2 Stockwerke. Wie andere Stoen auch, wurde sie als Säulenhalle angelegt und diente in der Antike als Ort für Versammlungen und war ein Ort der Bildung. König Attalos beabsichtigte mit dem Monumentalbau, seine Feinde stark zu beeindrucken. Wahrscheinlich wurde auch deshalb im Zentrum des Gebäudes ein Rednerpult eingerichtet, der den König inmitten dieses Prachtbaus gezeigt haben dürfte.

Das Gebäude ist dank der aufwändigen Restaurierung und dem Wiederaufbau so gestaltet, dass es die korrekten Proportionen der ursprünglichen Stoa wiedergibt. Beide Stockwerke sind mit Säulen verziert, jede Etage verfügt über 21 Räume. Heute werden die Räume dazu verwendet, Besuchern das alltägliche Leben im antiken Griechenland näher zu bringen.

Der Bau der Stoa, der von Attalos beauftragt wurde, stellt dar, welchen besonderen Bezug er zur Stadt Athen hatte. Die Säulenhalle, die der Bildung gewidmet war, wurde als Geschenk an die Stadt Athen übergeben als Zeichen der Dankbarkeit für die Bildung, die König Attalos hier selbst erhielt. Funden zufolge wurde in der Stoa jedoch nicht nur gelehrt: zum Teil waren in den Räumen Geschäfte untergebracht.

Heute beherbergt die Stoa heute ein Museum. So findet man beispielsweise eine große Sammlung antiker Fundstücke. Angefangen von Münzen aus vorchristlicher Zeit über Alltagsgegenstände bis hin zu Amphoren, Reliefs und Inschriften reicht das Repertoire der ausgestellten Stücke. Als Besonderheit der Sammlung mag auch eine antike Wahlmaschine gelten, die noch zu einem großen Teil erhalten geblieben ist.

Darüber hinaus gibt es noch besondere Höhepunkte in dem Museum der alten Stoa von Attalus zu entdecken. Allen voran sicherlich der Aryballos. Hierbei handelt es sich um eine Vase, die einen knienden Jungen darstellt. Darüber hinaus kann man in den Räumen der Stoa eine Klepsydra bestaunen. Hierunter versteht man eine Wasseruhr, die im antiken Griechenland die Tageszeit anzeigte. Und auch der Götterkult des antiken Griechenlands wird hier sehr gut dargestellt. Vor allem Nike, die griechische Siegesgöttin, ist in verschiedenen Statuen und Fragmenten vertreten. Vor allem sehenswert in der Stoa von Attalus sind zum einen der Bronzekopf der Nike und zum anderen eine Statue, die die geflügelte Nike darstellt.

Auch heute noch wird die Stoa für ganz besondere Anlässe genutzt: zuletzt im Jahr 2003 als die Verträge über 10 neue Mitgliedsstaaten der EU, darunter Lettland, Litauen und die Slowakei, unterzeichnet wurden.

Hadriansbibliothek

Die Hadriansbibliothek ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Athen. Obwohl heute nur noch Ruinen dieses einzigen prachtvollen Baus vorhanden sind, gehört die Hadriansbibliothek doch zu den herausragenden Bauwerken der griechischen Antike. Die Bibliothek steht, gemeinsam mit vielen weiteren bedeutenden Bauwerken der Antike auf der Akropolis, dem Hügel, der die Stadt Athen majestätisch überragt. Die Ruinen der Hadriansbibliothek sind heute ein zentraler Punkt dieses Teils der Athener Altstadt. Obwohl die Hadriansbibliothek nicht immer zugänglich ist, was hauptsächlich dem Fakt geschuldet ist, dass die Ruinen regelmäßig restauriert werden müssen, gilt die Hadriansbibliothek als anschauliches Beispiel der römischen Herrschaft in Griechenland. Wie auch die anderen Sehenswürdigkeiten der Akropolis, steht dieses Zeugnis der Antik den Besuchern für eine kostenlose Besichtigung zur Verfügung.

Gegründet wurde die Bibliothek im 2. Jh. n. Chr. vom römischen Kaiser Hadrian. Sie wurde konzipiert als die größte Bibliothek der Stadt Athen und wurde einst im Verbund mit verschiedenen Lesesälen errichtet, die heute jedoch komplett zerfallen sind. Die einstige Anlage muss riesengroß gewesen sein, denn man sprach damals von der “Athener Universität” im Zusammenhang mit dem Areal um die Hadriansbibliothek. Gebaut wurden damals 4 Bibliotheksräume, mehrere Innenhöfe, 2 Lesesäle und 2 Vortragssäle.

Leider sind heute von der Hadriansbibliothek nur noch Ruinen übrig. Die Reste lassen kaum eine definitive Aussage über die Hadriansbibliothek in der Blüte der Zeit zu. Als Sicher gilt jedoch, dass, im Gegensatz zu vielen vergleichbaren Gebäuden dieser Art zu jener Zeit, es keine rituellen Handlungen gab. Anders als andere Gebäude war die Hadriansbibliothek wirklich ein Ort des Wissens und der Kultur. Hadrian, der römische Kaiser, der die Bibliothek stiftete, war den Künsten sehr zugewannt. Er selbst schrieb Gedichte und vollendete während seiner Herrschaft unter anderem einen bedeutenden Zeustempel in Athen.

Die Ausmaße der Bibliothek waren für die damalige Zeit immens. Es wird geschätzt, dass die Bibliothek damals 3 Stockwerke aufwies und mindestens 66.000 Schriftrollen beherbergte. Die Besonderheit an der Bauweise der Bibliothek lässt erahnen, wie wichtig Kaiser Hadrian der Erhalt der Schriftrollen war: einst umgab eine stabile Brandschutzmauer das Areal, zudem wurde die Eingangsfront aus stabilem, feuerfestem Marmor errichtet. Der Bau einer so bedeutenden Bibliothek von einem römischen Kaiser in Griechenland zeigt, dass Hadrian, der als so genannter “Philhellene” bezeichnet wurde, die Blüte Griechenlands am Herzen lag. Dies beweist unter anderem auch, dass er sehr wahrscheinlich im Zentrum der Hadriansbibliothek eine Art “Kaisersaal” errichten lies. Zwar kann dies nicht bewiesen werden, die Art der Lagerung der Schriftrollen und die wahrscheinliche Anordnung der Regale lassen jedoch auf diesen Fakt schließen.

Plaka

Der Stadtteil Plaka ist die Altstadt von Athen. Tatsächlich ist Plaka der älteste Stadtteil Athens, sehr gut zu erkennen an den malerischen Plätzen, den kleinen Gassen und den pittoresken Häusern, die in diesem Teil der Stadt dominieren. Die Plaka ist vor allem bei Touristen sehr beliebt. Das Straßenbild wird von vielen Geschäften, Tavernen und Cafés dominiert. Für viele Besucher der Stadt Athen stellt die Altstadt ein Bild der Stadt dar, wie sie es sich ausmalen. Die verwinkelten Gassen zeigen ein Athen fern ab von den Menschenmassen, den Autos und dem Smog, denen man in den anderen Stadtteilen begegnet.

Viele Touristen wähnen die Akropolis als den ältesten Bezirk der Stadt, dabei sind viele der Gebäude der Plaka aus der Antike. Da der Stadtteil sich, wie alle Teile Athens auch, immer weiterentwickelt hat, haben sich im Laufe der Jahrhunderte Gebäude aus allen Epochen zu den antiken Gebäuden gesellt. Somit ermöglicht die Athener Altstadt einen Streifzug durch mehrere Jahrhunderte griechischer Architektur.

Das Straßenbild ist geprägt von kleinen Häusern und sogenannten Wohnhöfen, in denen sich herrliche Tavernen niedergelassen haben, die bei Touristen und Studenten ebenso beliebt sind wie bei den Bewohnern der umliegenden Häuser. Ein ganz besonderes Flair umgibt den Stadtteil Plaka, der heute zu den begehrtesten Wohnvierteln zählt und mit Immobilienpreisen aufwarten kann, die die Besonderheit des Stadtteils besonders gut zeigen.

Umso erstaunlicher ist es, dass gerade an diesem Ort, nahe der Metrostation Monastiraki, das Museum für moderne Kunst eröffnet wurde. Vielleicht gerade wegen des Gegensatzes zu den alten Gebäuden passt es hier perfekt ins Bild. Doch auch das Museum für Volkskunst, in dem man die Geschichte Griechenlands besonders intensiv erleben kann, ist in diesem Stadtteil untergebracht. Zudem kann man hier in Plaka auch etwas über die jüdische Vergangenheit der Stadt erfahren. In diesem Stadtteil wurde das Jüdische Museum eingerichtet, das sehr interessante Einblicke in das Leben der Juden in Athen bietet.

Für einen Bummel durch Plaka sollte man sich Zeit nehmen. Die Tatsache, dass es sich um einen verkehrsberuhigten Teil Athens handelt, der vornehmlich den Fußgängern vorbehalten ist, erleichtert das Flanieren und die Untersuchung der oft antiken Fundamente der Häuser. In diesem Stadtteil kann man die Hektik der Großstadt Athen für einige Zeit hinter sich lassen. Nach einem Besuch der Akropolis kann man direkt zu diesem Stadtteil gelangen, der in den frühen Abendstunden besonders schön ist.

Selbstverständlich findet man auch hier Ruinen längst vergangener Tage. Nicht alles wurde hier in den 80er Jahren restauriert, viele Plätze beherbergen interessante Ruinen, die vielleicht mehr über den Stadtteil erzählen als die vielen Geschäfte und liebevoll restaurierten Gebäude dies vermögen.

Archäologisches Nationalmuseum und andere Museen in Athen

Wer nach Griechenland und vor allem nach Athen fährt, wird dies vor allem aufgrund der herausragenden Architektur und der vielen archäologischen Funde machen. Daher ist für die meisten internationalen Touristen das Archäologische Museum ein wichtiger Anlaufpunkt, um sich mit diesem großen Erbe des Landes vertraut zu machen.

Für das archäologische Museum muss man sich Zeit nehmen, um wirklich alle Funde auffassen zu können, die hier präsentiert werden. Schon allein die antike Statue des Gottes Poseidon von 460 v. Chr. ist es wert, sich dieses Museum genauer anzusehen. Doch neben dieser beeindruckenden Bronzestatue gibt es noch weitaus mehr zu bestaunen.

Die prähistorische Zeit ist hier ebenso vertreten wie Exponate aus Ägypten. Demnach bezieht man hier in die Archäologie nicht nur die eigene Geschichte sondern auch die bedeutenden Funde anderer Länder und Epochen mit ein. Die römischen Kaiser, wie zum Beispiel Augustus sind hier vertreten, doch der Hauptschwerpunkt liegt selbstverständlich auf den griechischen Ausgrabungsstätten, die mehr als genug Fundstücke hergeben, um damit die Geschichte des Landes nahezubringen.

Wenn man das Archäologische Nationalmuseum hinter sich gelassen hat, sollte man sich unbedingt noch weiteren Museen zuwenden, die einen Eindruck über die Größe Griechenlands in der Geschichte ermöglichen. Obwohl die Geschichte des Landes einem Besucher schon bei einem zwanglosen Stadtrundgang überall ins Auge spring, kann man sich mit Hilfe der vielen speziellen Museen der Stadt einen genauen Überblick über bestimmte Aspekte der griechischen Kunst und Kultur verschaffen.

Vor allem das Neue Akropolismuseum gehört dazu, in dem interessante Funde aus der Akropolis ausgestellt werden. Es liegt zu Fuße der Akropolis und zeigt viele auf dem Gelände ausgegrabenen Funde, darunter rund 300 Statuen des Geländes. Da die alten Griechen ein Seefahrervolk waren, sollte man sich auch das Schiffsmuseum Trokadero Marina nicht entgehen lassen. Hier findet der Besucher zum Beispiel den Nachbau einer attischen Triere vor und auch Schiffe aus Kreta und moderne Schiffe der Marine sind zu finden. Die Byzantiner hatten einen wichtigen Einfluss auf die Griechen, so dass man im Byzantinischen Museum der Stadt sehr viel über dieses Volk erfahren kann.
Schöne Darstellungen auf alter Keramik Schöne Darstellungen auf alter Keramik

Schlussendlich sind auch das Museum des griechischen Theaters sowie Kunstmuseen wie die Glyptothek oder die Nationalgalerie erwähnenswert. Denn die alte als auch die zeitgenössische und moderne Kunst gehören nach wie vor zu den wichtigen Errungenschaften der Griechen, die zum Teil viel über das Leben in Griechenland verraten. Die Nationalgalerie beispielsweise beschränkt sich nicht nur auf griechische Maler sondern beherbergt viele Schätze der Renaissance, doch vor allem sind hier wichtige griechische Maler vertreten.

Kerameikos

Der Kerameikos ist ein antiker Begräbnisplatz, der nach dem Sohn von Dionysos und Ariadne benannt wurde. Zudem bezeichnet Kerameikos einen Stadtteil von Athen. Hier waren früher Töpferwerkstätten untergebracht, die ebenfalls zur Namensgebung beigetragen haben. Kerameikos liegt im Nordwesten Athens und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen aus allen Ländern.

Das Besondere an Kerameikos ist die Tatsache, dass es zum einen der älteste Friedhof Athens ist. Zum anderen gibt es hier zahlreiche Funde, die von der langen Tradition der Keramikherstellung im antiken Athen Zeugnis ablegen. Heute sind zwar nur noch Ruinen von diesem Ort übrig geblieben, doch trotzdem kann man die Größe des Areals und auch die Bedeutung sehr gut ermessen.

Durch Kerameikos führen zwei Straßen, eine Prozessions- und eine Akademiestraße. Die Prozessionsstraße beginnt am so genannten “Heiligen Tor” und führt zu den Ruinen des Heiligtums von Eleusus. Die Akademiestraße beginnt am Dipylon-Tor und endet an dem Ort, an dem Platon einst die erste Philosophieschule im antiken Griechenland gründete. Zudem waren in diesem Stadtteil einst die Töpferwerkstätten untergebracht. Hier entstanden viele Gefäße und Gegenstände, die heute noch als Artefakte gefunden werden. Somit erhält man an dieser historischen Stelle Auskunft über zwei wichtige Bereiche des Lebens im antiken Griechenland: über das religiöse und kunsthandwerkliche Leben der Athener.

Haupteingang war einst das Dipylon-Tor, das Heilige Tor wurde nur von Pilgern verwendet. Eine der besonderen Sehenswürdigkeiten ist das Pompeion, an diesem Ort wurden die Umzüge vorbereitet und hier begann jede Prozession. Die Prozessionsstraße führt zur heiligen Stätte Eleusus, die etwas außerhalb der Stadt Athen liegt. Die Tatsache, dass dies einst ein heiliger Ort war wird belegt durch die Agia-Kirche, die sich gleich hinter dem Pompeion befindet. Die Straßen sind gesäumt von Grabstellen bedeutender Bürger des antiken Athens, viele dieser Grabstellen sind heute noch deutlich erkennbar. Das Kerameikos kann an 6 Tagen in der Woche von 8 – 15h besichtig werden.

Überall auf dem Areal findet man Zeugnisse der Begräbniskultur im antiken Griechenland. Steinerne Stehlen zum Beispiel oder auch einen Marmorstier auf einem Sockel. Auch aus der Töpferei gibt es zahlreiche gut erhaltene Gegenstände, wie Amphoren, Teller und sonstige Alltagsgegenstände. Viele wurden aufwändig restauriert, so dass ihre einstige Optik wieder hervorragend zur Geltung kommt.

Doch die Zeugen der Vergangenheit sind nicht die einzigen Bewohner dieses Ortes. Auf dem Kerameikos gibt es eine große Anzahl von griechischen Landschildkröten. Da das Areal im Winter stark mit Moos bewachsen ist, so dass die Ruinen die Form von grünen Hügeln annehmen, finden diese Tiere trotz der heißen, trockenen Sommer hier einen idealen Ort zum leben.

 

Olympieion – Tempel des olympischen Zeus in Athen

Der Gott Zeus gilt als der „Hauptgott“ des antiken Griechenlands, entsprechend bedeutend und monumental sie die Tempel, die zu seinen Ehren errichtet wurden. Eines der imposantesten Bauwerke zu Ehren des Gottes Zeus stellt das Olympieion dar, der Tempel des olympischen Zeus in Athen. Doch das Olympieion ist nicht nur eines der größten Tempel, es handelt sich auch um den einzigen, jemals errichteten korinthischen Tempel in Griechenland.

Obwohl heute nur noch einige Säulen als Ruine von diesem großen Bauwerk übrig sind, war das Olympieion doch zu seiner Zeit eines der größten Bauwerke des antiken Athens. Mit dem Bau des Tempels wurde bereits im 6. Jh. v. Chr. begonnen. Kaiser Hadrian hat den Bau dann schlussendlich rund 400 Jahre später vollendet. Dieser war es auch, der für den Bau des Tempels des olympischen Zeus in Athen ausschließlich pentelischen Marmor verwendete, einer Gesteinsart, die typisch ist für den Raum Attika.

Die heute vorhandenen Ruinen gehören jedoch nicht zu dem ursprünglichen Tempel. Hier wurden die Bauarbeiten oft unvollendet gelassen, Steine des Tempels wurden für andere Bauwerke, beispielsweise auf der Akropolis, abgetragen. Dies war im antiken Griechenland keine Seltenheit, doch gerade wegen der Tatsache, dass das Olympieion dem Gott Zeus gewidmet war, sehr erstaunlich. Die Ruinen, die man heute besichtigen kann, gehen jedoch nicht auf die Zerstörung anderer Bauherren zurück, sondern sind das Resultat eines Erdbebens im Mittelalter. Da nach diesem Erdbeben die Steine des Tempels erneut als Baumaterial genutzt wurden, sind von den einst 100 Säulen heute noch 15 Säulen vorhanden, die zum Teil 17m hoch sind. Besonders bemerkenswert ist, dass die typischen Verzierungen am oberen Ende der Säulen noch sehr gut erhalten und erkennbar sind.

Um sich ein Bild zu machen, wie das Olympieion in der Antike ausgesehen hat, muss man heute zeitgenössische Grundrisse und Pläne sowie die eigene Fantasie bemühen. Dann jedoch entsteht ein detailreiches Bauwerk von imposanter Größe und großer Bedeutung. Die Säulen, die das Bauwerk umgaben kann man teilweise heute noch erkennen, insgesamt wurde der Tempel von mehr als 100 Säulen umgeben. Das Dach des Tempels wurde am Rand mit Wasserspeiern verziert. Einst standen im Innenraum des Tempels des olympischen Zeus eine Statue von Zeus und des Kaisers Hadrian, die dieser dort selbst aufstellen ließ.

1889 begannen hier die archäologischen Ausgrabungsarbeiten, die unter anderem auch die Säulen zu Tage brachten, wie sie heute noch zu sehen sind. Heute kann man diese heilige, bedeutende Stätte problemlos von der Akropolis aus besuchen, denn zwischen der Akropolis und dem Olympieion liegen nur wenige hundert Meter. Viele Touristen beschließen daher oft, beide Sehenswürdigkeiten miteinander zu verbinden. Die Metrostation Akropolis ist daher der ideale Ausgangspunkt für eine ausgiebige Erkundungstour in das antike Griechenland. Das Olympieion besteht heute aus einer Gruppe von Säulen, Ruinen einer ehemaligen Halle, sowie einer Dreiergruppe von Säulen, mit einer umgestürzten Säule in der Mitte. Vom Olympieion hat man einen herrlichen Überblick über die Stadt Athen und auf die Akropolis. Neben dem alten Tempelbereich mit den imposanten Säulen kann man etwas abseits auf dem Plateau auch eine aktuelle Ausgrabungsstätte finden. Hier wurden Mauern freigelegt, die einen hervorragenden Einblick in die Bauweise von Tempelanlagen im antiken Griechenland bieten.

 

Der Nationalgarten von Athen

Der Nationalgarten von Athen, der Ethnikos Kipos, liegt im Zentrum der griechischen Hauptstadt und wird von den Athenern als „grüne Lunge“ und Ort der Entspannung und Ruhe genutzt. Einst war der Nationalgarten ein privater Garten des griechischen Königshauses. Dieser Garten bietet alles, was man braucht, um inmitten des städtischen Trubels die Seele baumeln zu lassen. Die alten Baumbestände, unter anderem auch meterhohe Palmen, laden zum Flanieren ein und am kleinen Teich kann man Enten füttern. Der Nationalgarten von Athen ist ein idyllischer Ort mit langer Geschichte – an einem geschichtsträchtigen Platz.

Er befindet sich in der Nähe des Parlamentsgebäudes und des Syntagmaplatzes. Das Gebiet um den Nationalgarten gehörte einst zum Besitz der Königsfamilie, das heutige Parlamentsgebäude war beispielsweise einst der Palast des Königs. Der deutsche Architekt Friedrich von Gärtner baute das Schloss und die umliegenden Bereiche ab 1836. Der Nationalgarten jedoch wurde nicht von ihm angelegt, da seine Wünsche nicht denen der damaligen Königin entsprachen. Einen besonders guten Eindruck für das damalige Kunstverständnis erhält man, wenn man den Mosaikboden betrachtet, der beim Eingang „Vasilissis Sofias“ erhalten geblieben ist.

Der Nationalgarten wurde 1836 von Barrauld angelegt und erhielt 20 Jahre später von Friedrich Schmidt die Grundlage für sein heutiges Aussehen. Neben den vielen Bäumen, die dem Nationalgarten sein typisches Äußeres geben, findet man zahlreiche Büsten griechischer Dichter in diesem Park. Das Zusammenspiel von alten Bäumen, hohen Palmen, Sitzgelegenheiten, einem Spielplatz und idyllischen Plätzen am Teich bilden einen Eindruck fast unberührter Natur und lassen vergessen, dass man sich in einer belebten Hauptstadt befindet. Begrenzt wird die Parkanlage zum einen durch die Kaserne der Parlamentsgarde und zum anderen durch das Zappeion. Dieses Gebäude wurde erschaffen, um Evangelaos Zappas, den Begründer der Olympien, aus dem die Olympischen Spiele hervorgingen, zu ehren.

Heute wird der Gebäudekomplex vornehmlich für Kongresse und Tagungen genutzt, außerdem wurde hier der Beitrittsvertrag Griechenlands zur EU unterzeichnet. Man kann sich das Zappeion ansehen, vor allem der Innenhof des Gebäudes ist sehr interessant. Doch auch die Innenräume des Zappeion lohnen einen Besuch, da vor allem viel Wert auf die Erhaltung der Einrichtung gelegt wurde. Da das Gebäude zwischen dem Olympieion und dem Nationalgarten liegt, ist dieser Ort als Fixpunkt bei einer geschichtsträchtigen Tour durch Athen unumgänglich.

Die Parlamentsgarde, die Evzonen, waren einst die Leibgarde des griechischen Königs. Heute sieht man sie beispielsweise als Wache vor dem Grab des unbekannten Soldaten auf dem Syntagma-Platz. Vor allem der Wachwechsel, der hier täglich stattfindet, ist bei Touristen sehr beliebt. Der Syntagma-Platz nahe dem Nationalgarten ist ein beliebter Treffpunkt für Touristen und Athener. Von hieraus gelangt man problemlos nicht nur in den Park und zum Parlamentsgebäude, auch die Einkaufsstraße der Stadt hat hier ihren Anfang. Wer sich die Stadtteile Plaka oder Kolonaki näher ansehen möchte, hat vom Syntagma-Platz einen idealen Ausgangspunkt.
Tauben sind häufige Begleiter im Park. Tauben sind häufige Begleiter im Park.

Der Bereich um den Nationalgarten, der erst seit 1923 öffentlich und kostenfrei zugänglich ist, bietet einen hervorragenden Einblick in die jüngere Geschichte Griechenlands. Das Stadtgebiet um den Nationalgarten ist ein idealer Ausgangspunkt, um diesen besonderen Teil der Geschichte bei einem langen Stadtbummel zu erkunden. Wer möchte, kann dann im Nationalgarten nach dieser Besichtigungstour in einem idyllisch gelegenen Cafe im Garten entspannen.

 

Das Hephaisteion in Athen

Im Laufe der Geschichte hat der Hephaisteion Tempel in Athen schon viele Namen besessen. Unter anderem wurde er eine ganze Weile als Theseum bezeichnet, weil die Bewohner Athens zu jener Zeit der Ansicht waren, hier die Begräbnisstätte des Gottes Theseus vor sich zu haben. Der Tempel des Hephaistos ist einer der am besten erhaltenen antiken Bauwerke in Athen und befindet sich im Westen der Agora. 1834 wurde das Hephaisteion zum Nationalheiligtum erklärt und diente zeitweilig als Vorgänger des Nationalmuseums von Athen.

Bei Ausgrabungen wurden in der Tempelanlage Utensilien gefunden, die man als Opfergabe deuten kann. Diese Opfergaben zeigten den Forschern eindeutig, dass es sich bei dem Tempel um ein Heiligtum zu Ehren des Gottes Hephaistos handelte. Der Gott Hephaistos war der Gott des Feuers und des Schmiedehandwerks und ist laut der griechischen Mythologie ein verstoßener Sohn von Hera und Zeus. Das Hephaisteion wurde von 449 v. Chr. bis 430 v. Chr. erbaut und dann 15 Jahre später dem Gott Hephaistos geweiht.

Auch wenn der Tempel heute nur noch in Ruinen vorhanden ist, so kann man hier doch die Baukunst des antiken Griechenlands sehr gut nachvollziehen. Der gut erhaltene Bau lässt sich eindeutig in einen Außen- und in einen Innenbereich gliedern. Besonders gut zu erkennen sind der Unterbau aus Kalkstein und der eigentliche Tempelaufbau aus Marmor. Für den Bau des Tempels wurden hier parischer und pentelischer Marmor verwendet, die aus Paros bzw. Attika stammen.

Der sehr gut erhaltene Außenbereich ist als Ringtempel gestaltet worden, besonders bemerkenswert sind die Fresken oberhalb der Säulen. Insgesamt besteht der Außenbereich des Hephaisteion aus 38 Säulen. Im Osten und an der Langseite des Außenbereichs kann man heute noch die als Metopen bezeichneten Friese aus der Antike bewundern. Die beiden anderen Seiten wurden bewusst ohne Verzierung gelassen. Die Friese zeigen zum einen die Heldengeschichte des Herakles und zum anderen Bilder aus dem Leben des Theseus. Obwohl der Außentempel heute in purem Stein erscheint, waren Teile des Tempels zur Zeit der Antike bunt bemalt und zudem noch mit einigen Wasserspeiern ausgestattet, die heute nicht mehr erhalten sind.

Der Innenbereich des Hephaisteion in Athen besteht ebenfalls aus Säulen, die oberhalb interessante Skulpturen aufweisen. Insgesamt besteht der Innenraum des Tempels aus 28 Säulen. Die Seitenwände, die heute sehr schlicht erscheinen, waren in der Antike ebenfalls bunt bemalt. Im Gegensatz zu anderen Tempelräumen in Athen ist der Innenbereich des Hephaisteion sehr gut erhalten. Dies liegt sehr wahrscheinlich darin begründet, dass dieser heilige Bereich als byzantinische Kapelle genutzt wurde und deshalb die Steine nicht zu Bauarbeiten entfernt wurden.

Der Tempel ist umgeben von einer großen Ausgrabungsebene. Hier wurden bei Ausgrabungen Utensilien gefunden, die darauf schließen lassen, dass der Außenbereich der Tempelanlage in der Antike als eine Art Garten genutzt worden sein könnte. Die Besichtigung des Tempels, in dem früher archäologische Fundstücke präsentiert wurden, die man heute in einem anderen Museum besichtigen kann, ist daher nicht aufgrund des Tempels interessant, sondern auch, um ein genaueres Bild über das tägliche Leben im antiken Griechenland zu erhalten. Der heute dort vorhandene Hain um das Hephaisteion zeigt in Grundzügen das damalige mögliche Aussehen dieses Gartens.

 

Syntagma Platz und Parlament in Athen

Der Syntagma Platz in Athen ist einer der bekanntesten Plätze der Stadt. Vor allem, da sich hier das Parlamentsgebäude aus dem 19. Jahrhundert befindet. Das Parlamentsgebäude der Stadt Athen war ursprünglich als Stadtschloss erbaut wurde und wird seit den 30er Jahren als Parlament genutzt. Um diese Funktion zu erfüllen, mussten zum einen Renovierungsarbeiten und zum anderen Umbauten durchgeführt werden. Die Renovierungsarbeiten wurden notwendig, da unter anderem ein verheerender Brand und die Zerstörung durch Kriege das Gebäude von Innen und Außen stark beschädigten. Nachdem es in seiner Geschichte als Sitz der Königsfamilie und auch als Auffanglager für Kriegsflüchtlinge genutzt wurde, wird es nun ausschließlich für die Regierung verwendet. Das Parlament des Landes besteht aus einer Kammer mit 300 Abgeordneten.

Das Parlamentsgebäude, dessen griechische Bezeichnung auf die Worte “denken” oder “entscheiden” zurückgehen, ist von einem großen Park umgeben. Das heutige Parlament in Athen ist das zweite seiner Art. Das Parlament ist erst seit 1834 in Athen vertreten, zuvor befand es sich unter anderem in einer Moschee in Nafplion. Das erste Parlamentsgebäude, das zu diesem Zweck in Athen errichtet wurde, wird heute als Museum genutzt.

Das Gebäude des Parlaments ist von einem großen Garten im Stil der Romantik umgeben. Heute wird der Garten um das Parlament als “Nationalgarten” bezeichnet. Die Pflanzenvielfalt, die der Garten seit seiner Anlage besaß, wird auch heute noch aufrecht erhalten. Zudem verfügt der Garten über unzählige Büsten antiker Dichter, ist somit auch für einen Streifzug durch die griechische Kultur geeignet.

Doch nicht nur der früheren Geschichte wird in der Umgebung um das Parlament und auf dem Syntagma Platz gedacht, sondern auch die relativ junge Geschichte des Landes wird hier an verschiedenen Stellen gewürdigt. So befindet sich auf dem Syntagma Platz ein Relief, auf dem aller Soldaten griechischer Kriege gedacht war. Die Ausarbeitung des Reliefs wurde in Anlehnung an die antiken Tempel-Reliefs gestaltet.

Der Syntagma Platz hat heute das Parlament als größtes Gebäude zum Zentrum. Der Platz wurde 1837 errichtet und sollte eigentlich die verschiedenen Musen zum Inhalt haben. König Otto von Athen errichtete hier 1849 das Stadtschloss, aus dem nun das Parlament geworden ist. Die besondere Lage des Platzes heute stammt zum einen von der Tatsache, dass hier das architektonisch interessante Parlament liegt, zum anderen auch durch den Fakt, dass hier eine der berühmtesten Einkaufsstraßen der Stadt ihren Anfang hat. Der Syntagma Platz ist, anders als in anderen Städten, kein Ort, an dem sich ausschließlich Politiker aufhalten. Vielmehr finden ganzjährig auf dem Platz vor dem Parlament viele Veranstaltungen statt. Der Platz gehört zum Leben der Menschen in Athen dazu und ist wichtiger Treffpunkt für die Bürger.

Die Metro von Athen

 

Die Metro von Athen, Attiko Metro, wurde bereits im Jahr 1869 eingeführt. Seit der Einführung der Elektrizität ist sie als U-Bahn vorhanden. Obwohl die Millionenstadt Athen auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, verfügte die Metro von Athen lange Jahre nur über eine einzige Strecke. Erst die Olympischen Spiele 2000 sorgten dafür, dass zwei weitere Linien gebaut und in Betrieb genommen wurden.

 

Doch die U-Bahn ist mehr, als nur ein Verkehrsmittel. Die besondere Geschichte Griechenlands spiegelt sich auch in der Metro von Athen wider. Überall in der Stadt findet man Artefakte aus der Vergangenheit – so auch in der U-Bahn. Die Tunnel und U-Bahnhöfe sind teilweise als interessante Museen gestaltet. Viele Fundstücke von Ausgrabungen in der Stadt können hier kostenlos besichtigt werden und machen aus der Metro ein lang gezogenes Museum. Vor allem die Stationen Syntagma und Akropolis sind kleine Museen der Metro. Von moderner Architektur bis hin zu Ausstellungstücken der Antike hat der Fahrgast neben der U-Bahn-Fahrt auch ein kulturelles Erlebnis in den Bahnhöfen.

 

Während der Arbeit an den U-Bahn-Tunneln stießen die Bauarbeiter auf eine große Fläche mit archäologischen Artefakten. Gemeinsam mit dem griechischen Kulturministerium wurden 50.000 außergewöhnliche Fundstücke freigelegt, die nun zum Teil in den Bahnhöfen, zum Teil in den vielen historischen Museen der Stadt ausgestellt werden. Durch die archäologischen Ausgrabungen musste der Bauplan der Metro mehrfach geändert werden, sodass die Antike ihre Schatten auf diese Weise bis in die Moderne geworfen hat.

 

Insgesamt verfügt die Metro von Athen über 51 Stationen. Die bekannteste Linie ist die Linie 1, die die Hauptstadt mit dem Küstenort Piräus verbindet. Sie ist die älteste und gilt als die „historische Linie 1“. Die Farben der drei Linien finden sich nicht nur auf den Fahrplänen der Verkehrsbetriebe, sondern auch in der Optik und Einrichtung der U-Bahnen wieder. Die drei Linien haben die Farben grün (Linie 1), rot (Linie 2) und blau (Linie 3).

 

Die Metro von Athen nimmt in der Regel um 5:30 Uhr ihre Fahrt auf, der Fahrplan endet um 0:30 – es gibt keinen Nachtverkehr der Metro. Die Fahrpreise sind moderat; so kostet eine einfache Fahrt etwa 0,70 €, damit kann man dann 90 Min. fahren und sogar die historische Linie 1 erleben.

 

Derzeit sind einige Erweiterungen geplant. So soll eine vierte Linie hinzugefügt werden, deren Fertigstellung jedoch bereits verschoben wurde. Ebenfalls ist geplant, das Netz der Metro von Athen bis zum alten Athener Flughafen Ellinikó zu erweitern. Noch gibt es keinen Termin für den Beginn der Arbeiten.

 

Stadtteil Omonia in Athen

 

Der Stadtteil Omonia in Athen wird vor allem durch den Platz Omonia bestimmt. Der Platia Omonias gehört zu den ältesten Plätzen der Stadt Athen. Die zentrale Lage des Platzes hat dafür gesorgt, dass hier nicht nur ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt der Stadt entstanden ist. Auch Händler und die Gastronomie haben sich auf dem Platz und entlang der angrenzenden Straßen, von denen Stadiou und Panepistimiou die bekanntesten sind, angesiedelt. Vor allem am Abend verwandelt sich der Stadtteil Omonia rund um den Platz zu einem Treffpunkt von Einheimischen und Touristen. Die ganz eigenwillige Stimmung, die in diesem Stadtteil herrscht, greift auf die Besucher des Platzes sofort über. Auch abseits des Omonia Platzes und der Einkaufsstraßen kann man so bei einem Spaziergang viele interessante Bekanntschaften mit Künstler, Schriftsteller und Musikern machen.

 

Es gibt kaum einen besseren Ort, um die verschiedenen Kunstrichtungen kennenzulernen, die es bei den modernen Künstlern Griechenlands gibt. Der Stadtteil Omonia in Athen beherbergt Architekten ebenso wie Musiker, Maler und Schriftsteller. Entsprechend multikulturell ist das Leben dieses Stadtteils. Obwohl die meisten Ethnien in den angrenzenden Stadtteilen leben, findet man eine bunte Mischung verschiedener Nationalitäten, die das Leben und die Kultur des Stadtteils nachhaltig prägen. Dieser Umstand macht die Bedeutung des Namens Platia Omonias, dem „Platz der Eintracht“ besonders deutlich.

 

Es gibt für Touristen kaum eine Möglichkeit, den Stadtteil Omonia nicht zu besuchen. Mitten im Zentrum der Stadt und als Mittelpunkt zahlreicher Verkehrsstraßen und mit einer Haltestelle der Metro Linien 1 und 2 ist dieser Stadtteil ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Vor einigen Jahren lag der Platz des Stadtteils noch inmitten eines Kreisverkehrs, der jedoch aus Rücksicht auf die Fußgänger entlang der Einkaufsstraßen eingestellt wurde. Auf das multikulturelle und künstlerische Flair dieses alten Stadtteils werden Besucher schon in der Metro-Station eingestimmt.

 

Der Stadtteil Omonia in Athen ist bestens dafür geeignet, einen ausgedehnten Einkaufsbummel zu unternehmen. In den vielen Cafés und Restaurants kann man dann entspannen und die Menschen auf dem Platz beobachten. Vor allem das Café Neon ist interessant, denn hier wurde der Platz vom griechischen Künstler Yannis Tsachouris in einem großen Gemälde verewigt. Auch die Architektur der Gebäude am Platia Omonia ist sehr interessant. Zwei der Gebäude wurden von dem deutschen Architekten Ernst Ziller entworfen.

 

Vom Stadtteil Omonia aus ist das Archäologische Nationalmuseum sehr gut zu erreichen. Es gilt als das älteste Museum der Stadt. Zu den vielen Ausstellungsstücken, die man in diesem Museum sehen kann, gehört eine außergewöhnliche Statue des Poseidon sowie die Sammlung Karpanos. Zu dieser gehören Statuen verschiedener Götter und gut erhaltene Fresken. Zentrum der Sammlung ist sicherlich die gut erhaltene Darstellung des Kaisers Augustus.

 

 

Metrostation und Stadtteil Monastiraki in Athen

 

Die Metrostation Monastiraki war einst die Endhaltestelle der Metro aus Piräus. Aus diesem Grund ist die Station schon von Weitem durch einen herausragenden Bau zu erkennen, der aufgrund seiner Architektur und Geschichte unter Denkmalschutz steht. Die Metrostation ist noch heute ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, vor allem die historische Linie 1 der Athener Metro, macht aus dieser U-Bahn-Station einen historischen Ort.

 

Monastiraki gehört zu den ältesten Stadteilen Athens. Der Stadtteil blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück, die man hier überall spüren und sehen kann. Bei den letzten Modernisierungsarbeiten, die 2004 anlässlich der Olympischen Spiele stattfanden, ist es gelungen, die alte Bausubstanz der Gebäude zu restaurieren und den alten Charme des Stadtteils zu erhalten. Traditionelle Architektur, wie nicht zuletzt auch an dem Gebäude der Metrostation zu sehen ist, begegnet dem Besucher überall im Stadtviertel.

 

Der Stadtteil ist vor allem bekannt für seinen außergewöhnlichen Trödelmarkt. Die Straßen rund um den Flohmarkt sind gefüllt von Tausenden von Menschen und überall ertönt Musik. Die vielen Trödelstände laden dazu ein, sich am Feilschen um Kostbarkeiten zu beteiligen. Vor allem am Nachmittag, nach dem Trödelmarkt, bieten viele Straßencafés Entspannung bei Livemusik. Der große Hauptplatz des Stadtteils, der Monastiraki Platz, bietet eine wundervolle Aussicht auf die Akropolis, die vor allem am Abend durch die helle Beleuchtung besonders bei Touristen beliebt ist.

 

Neben den interessanten alten Gebäuden und dem einmaligen Blick auf die Akropolis ist Monastiraki auch ein beliebtes Ziel zum Shopping. Von hier aus führt die beliebte Einkaufsstraße Ermou bis zum Syntagma-Platz. Der Name der Einkaufsstraße wurde nach dem Gott Hermes benannt, der der Mythologie nach der Gott der Händler war. Der Monastiraki-Platz liegt an der Kreuzung zweier wichtiger Verkehrsstraßen: die Ermou zum einen und zum anderen der Odos Athinas. Beide Straßen verbinden somit die Gebiete rund um Athens alten Stadtkern mit den modernen Stadtvierteln.

 

Ein Spaziergang durch den Stadtteil Monastiraki führt an vielen Museen und Theatern vorbei. So befindet sich hier der Tempel des Hephaistos, einem der am besten erhaltenen Tempel der Antike. Weitere interessante Sehenswürdigkeiten sind die Hadriansbibliothek und der Turm der Winde. Beim Turm der Winde handelt es sich um einen achteckigen Turm am Rande einer römischen Agora. Der Turm der Winde gehört zu den antiken Bauwerken Athens, die am besten erhalten sind. In der Nähe des Turms der Winde befindet sich das ein Museum für griechische Musikinstrumente. Eine weitere interessante Sehenswürdigkeit ist die Tzisdaraki-Moschee zwischen dem Monastiraki-Platz und der Hadriansbibliothek. Sie gehört zu zwei noch verbliebenen Moscheen der Stadt Athen.

Athen – Gestern und Heute

Athen ist die Hauptstadt Griechenlands. Sie ist eine der ältesten Städte der Welt und wurde schon vor 5.000 Jahren besiedelt. Athen liegt im Gebiet Attika zwischen den beiden Flüssen Kifisos und Ilisos und hat einen direkten Zugang zum Meer.

Die Stadt Athen ist in viele Gitonies eingeteilt. Dies bedeutet “Nachbarschaften” und sagt viel über die Struktur der Stadt Athen aus. Jede Gitonia ist gekennzeichnet durch eine eigene Infrastruktur, so hat jede zum Beispiel ein eigenes Einkaufszentrum, selbst wenn das Stadtgebiet nicht besonders groß ist. Das Leben der Menschen spielt sich weniger “in Athen”, sondern vielmehr in der jeweiligen Gitonia ab, Probleme hier sind näher als die großen Probleme der gesamten Stadt.

Und Probleme hat Athen genügend. Vor allem der Verkehr bricht in Athen immer wieder zusammen, auch die Luft ist in Athen vor allem im Sommer immer sehr schlecht. Die Ozonwerte übersteigen oft die Grenzwerte und die Luftverschmutzung zwingt die Menschen oft, mit einem Mundschutz auf die Straße zu gehen oder verhindern, dass sie das Haus überhaupt verlassen. Die Tatsache, dass in Athen fast 4 Millionen Menschen auf einer Gesamtfläche von 3.800 km² wohnen, macht das Leben der Menschen nicht erträglicher, Wohnungsnot ist an der Tagesordnung.

Athen ist eine der Touristenhochburgen des Landes Griechenlands. Dies liegt vor allem daran, dass die Sehenswürdigkeiten der Stadt unüberschaubar groß sind und vor allem die Stadt selbst eine lange Geschichte aufweist. Der Flughafen der Stadt Athen, Eleftherios Venizelos, ist Zielflughafen für alle Touristen in Griechenland.

Die Haupteinnahmequellen der Stadt sind hauptsächlich der Fischfang und der Tourismus. In den letzten Jahren hat sich der Dienstleistungssektor vergrößert. Bis vor kurzem hatte Athen den Status der Industriestadt inne, doch dieser Sektor verliert immer mehr an Bedeutung als Einnahmequelle der Stadt. Dadurch, dass der Fokus von der Industrie zum Dienstleistungssektor gelegt wird, wappnet sich die Wirtschaft Athens für die Herausforderungen der Zukunft.

Auch der Bildungssektor nimmt in Athen einen großen Platz ein. Die größten Universitäten des Landes sitzen hier und auch die einzige Fernuniversität des Landes ist hier vertreten. Damit ist Athen nicht nur die politische und wirtschaftliche Hauptstadt Griechenlands, sondern auch die Zentrale der Bildung und Kultur. Diesen Status hatte sie schon im antiken Griechenland inne und wird diesen Status wohl auch nie verlieren.

 

Athen Geschichte

Die Akropolis war der Ursprung des antiken Athen. Zwar wurde Athen selbst bereits vor gut 7.500 Jahren besiedelt, 1300 v. Chr. wurde auf der Akropolis jedoch der erste Palast errichtet. Zu dieser Zeit begann auch die Bedeutung der Akropolis als Stadtbefestigung, zu der auch ein Tempel des Zeus und der Athene gehörten.

athen-kerameikos-ausgrabung Athens Geschichte reicht über 7000 Jahre zurück, Ausgrabungen belegen dies.
Athen war immer die Wiege der griechischen Gelehrte und der Beginn der Demokratie. Dies soll, der Sage nach, eine Errungenschaft des König Theseus gewesen sein, der während seiner Regentschaft das erste Polis, also einen Stadtstadt mit demokratischen Grundzügen, errichtet. Zu jener Zeit blühte auch die Philosophie in Griechenland. Überall in Athen gab es damals philosophische Schule – erst der römische Kaiser Justinian machte diesen ein Ende, indem er alle philosophischen Schulen schließen ließ. Die römische Herrschaft gehört prägend zur Geschichte Athens, denn sie dauerte ca. 600 Jahre an. In der Zeit entstanden sowohl der Tempel des Zeus als auch die Hadriansbibliothek.

Im 8. Jh. wird Athen erstmalig völlig zerstört. Die Byzantiner, die für diese Zerstörung verantwortlich sind, besetzen Athen (es gehört nunmehr zum byzantinischen Reich) und halten es bis ins 15. Jh. Danach folgt die Besatzung durch die Osmanen. Während der Besatzungszeit von rund 450 Jahren gelingt es Athen für kurze Zeit noch einmal, einen Unabhängigkeitskrieg zu führen, doch die Besatzung endet erst 1832.

Nachdem die Osmanen sich aus Athen zurückgezogen hatten, war von dem einstigen Zentrum der Demokratie nicht mehr als ein Dorf übrig geblieben. Ab 1834 wurde Athen nach und nach vergrößert und um einige interessante Gebäude erweitert. 1896 veranstaltet Athen die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit und zeigt damit erneut seine Tradition der Olympischen Spiele, die im antiken Griechenland üblich waren. Nach und nach beginnt sich Athen von den vielen Belagerungen zu erobern und zu altem Glanz zurückzufinden.

1922 begannen mit dem Sturz der Monarchie erneut unruhige Zeiten in der Geschichte Athens. Von 1924 – 1935 bestand sogar eine erste griechische Republik. Im 2. Weltkrieg war Griechenland von den Deutschen besetzt, konnte sich jedoch durch starken Widerstand befreien. Nach dem Weltkrieg geriet Griechenland in einen Bürgerkrieg, der 5 Jahre dauerte, danach in eine Militärdiktatur, die 1967 – 1974 bestand. Der Staat Griechenland besteht erst seit 1974, im Jahr 2003 wurde auf der Agora in Athen der Beitrittsvertrag zur EU unterzeichnet.

 

Das antike Athen

Mit dem antiken Athen wird die Zeit von der sogenannten klassischen Zeit bis zur Besetzung durch die Römer bezeichnet. In dieser Zeit wurden Errungenschaften gemacht, die noch heute Auswirkungen auf das Leben der Menschen auf der ganzen Welt haben. Die Antike hat ihre sichtbaren Spuren in Athen hinterlassen. Noch heute werden die Errungenschaften, wie die mathematischen Erfindungen, die Philosophie oder die Einrichtung der Demokratie in allen Ländern der Welt hoch gehalten und vor allem die griechischen Philosophen des antiken Athens gehören noch heute zu den meistzitierten Gelehrten mit Aussagen, die noch heute Wahrheitsgehalt besitzen.

Die Geschichte des antiken Athens beginnt in der so genannten Klassik, die von 479 – 338 v. Chr. verlief und in ihrem Zuge die erste Demokratie der Welt hervorbrachte. Aufgrund von Reformen einiger Politiker kam es im Zuge der Veränderungen zu der so genannte Attische Demokratie, die erste Demokratie der Welt. Zu jener Zeit war Griechenland bereits eine unangefochtene Seemacht, die sich mit den Spartanern einen erbitterten Seekampf lieferte.

Das antike Athen ist jedoch weniger wegen der militärischen oder politischen Errungenschaft Griechenlands in Erinnerung geblieben. Es sind vor allem die Entwicklungen in Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft, die das antike Athen noch heute nachhaltig prägen und diese Epoche zu einer der bedeutendsten Epochen der Weltgeschichte gemacht haben.

Zu jener Zeit entstanden Komplexe wie die Akropolis. Die Akropolis bildete die so genannte “Schule Griechenlands” – hier trafen sich die Menschen, um einzukaufen, um Politikern zuzuhören und den neuesten Klatsch auszutauschen. Doch vor allem die Wissenschaftler und vor allem die Philosophen waren es, die die Menschenmassen in die Akropolis zogen. Philosophie war zu jener Zeit eine relativ neue Wissenschaft, die vor allem durch Personen wie Sokrates und später Platon die ersten Grundzüge erhielt.

Nicht nur in der Philosophie wurden erhebliche Fortschritte im antiken Athen gemacht. Es entstanden die ersten Tragödien – eine neue literarische Gattung, die noch heute in hohem Ansehen steht. Die alten griechischen Tragödien des Sokrates werden noch heute in Theatern aufgeführt. Die Tragödie wurde erstmals im Athen der Antike entwickelt und enthielt Inhalte und Stilelemente, die zu jener Zeit noch völlig unbekannt waren. Noch heute werden moderne Tragödien nach diesem alten Stilmuster erschaffen.

och auch in kriegerischer Hinsicht hat das antike Athen einige aufsehenerregende Begebenheiten erlebt. Es war die Zeit, in der sich immer mehr Völker gegen die Übermacht auflehnten. So gehören die Etrusker und Karthago zu den größten Feinden der Griechen und auch der Aufstieg der neuen Macht Theben und ein erbitterter Kampf mit Sparta prägen diese historisch so wichtige Zeit Griechenlands.

Das römische Athen

Waren die Griechen durch die hellenische Zeit schon ein sehr fortschrittliches und für die damalige Zeit modernes Volk, so wurde dies durch die Besetzung der Römer verstärkt. Die Römer haben in Athen einen sehr bleibenden Eindruck hinterlassen. Dies vor allem deshalb, da die Zeit des römischen Athens die Zeitspanne von 146 v. Chr. bis 580 n. Chr., also über 600 Jahre, umfasste.

Dabei ist die Eroberung Athens nicht ohne Schwierigkeiten für die Römer verlaufen und auch die Durchsetzung ihrer Gesetze und ihrer technischen Errungenschaften ging in Athen nur schleppend vor sich. Erst 86 v. Chr. gelang es Sulla, die Stadt Athen einzunehmen. Anders als die Feldherren und Kaiser nach ihm, wurde die Stadt jedoch von ausgedehnten Plünderungen heimgesucht. Der Fortschritt, den die Stadt durch die Römer genießen konnte, wurde erst später durch Kaiser wie Augustus oder Hadrian, vollzogen.

Kaiser Augusts war es, der zum Beispiel die römische Agora errichten ließ. Sie war dem römischen Vorbild eines Forums nachempfunden und wurde als Marktplatz genutzt. Noch heute kann man im Zentrum Athens, in der Athener Altstadt Plaka, die Ruinen der Agora sehen. Die Römische Agora ist somit ein Beispiel, wie die Symbiose zwischen römischer und griechischer Architektur zusammen wirken konnte. Selbstverständlich sind Bauwerke wie die Agora und noch einige andere Bauwerke, die in der Zeit der Römer entstanden, ein Versuch, das römische Leben und die Kultur der Römer nach Griechenland zu bringen. Da beides jedoch alte Kulturen waren, vollzog sich eine Verschmelzung der beiden, die zu beiderseitigem Vorteil gereichte.

Die Entwicklung, die die Stadt Athen in der Zeit der römischen Herrschaft nahm, wurde durch Kaiser Hadrian noch ausgebaut. Er machte es sich zur Aufgabe, vor allem die wissenschaftlichen Anlagen der Stadt auszubauen und die Wissenschaft zu fördern. Ein sehr markantes Zeichen für dieses Vorhaben ist die von ihm begründete Hadriansbibliothek. Ein weiteres Beispiel, von dem jedoch heute nur noch ein einziges Bauwerk, das Hadrianstor, übrig ist, ist die Hadriansstadt, die er errichten ließ. Die Hadriansbibliothek, deren Ruinen heute die Plaka dominieren, galt als eine der größten Bibliotheken ihrer Zeit.

Anders als in anderen Bereichen der Welt, versuchten die wenigsten römischen Kaiser, das religiöse Leben der Griechen zu ändern. So war im römischen Athen der Götterglaube der Griechen nahezu unangetastet. Als Beispiel mag der Tempel dienen, den wiederum Kaiser Hadrian zu Ehren des Gottes Zeus errichten ließ. Doch selbstverständlich haben die Römer auch sichtliche Spuren ihrer eigenen Kunst und Kultur in Athen hinterlassen. Davon zeugen die vielen Fundstücke von römischer Baukunst, die man in der ganzen Stadt sehen kann.

Das byzantinische Athen

Das byzantinische Athen schloss sich nahtlos an die Zeit der römischen Besatzung an. Zwischen 580 und 1453 n. Chr. entstand über fast 1000 Jahre eine Herrschaft, die mit der nahezu vollständigen Zerstörung der Stadt Athen begann. Zeitweilig gehörte Griechenland mit Athen zum Königreich Bulgarien. Im Laufe der Zeit wurde Griechenland ein fester Teil des byzantinischen Reiches, was sich zum Beispiel durch die, in Athen geborene, byzantinische Kaiserin Irene äußert, die im 8. Jh. n. Chr. regierte.

Die Zerstörung der Stadt Athen durch die Byzantiner ist ein Wendepunkt in der Entwicklung der Stadt. Sämtliche Zeugnisse des antiken Athens werden zerstört und eine neue Zeitrechnung für die Stadt und das alte Griechenland beginnt. Griechenland hört zum Teil als eigenständiger Staat auf zu existieren und wird dem byzantinischen Reich, später dem osmanischen Reich eingegliedert.

Kulturgeschichtlich ist die Zeit für Athen besonders prägend. Das Reich Byzanz bringt vor allem die Kunst und Architektur ins Land. Somit wird die Bevölkerung mit der Religion der Byzantiner und ihren reich geschmückten Ikonen ebenso konfrontiert, wie die Städte durch byzantinische Baukunst bereichert werden. Da die antiken griechischen und römischen Gebäude durch den Eroberungszug der Byzantiner größtenteils zerstört worden waren, begann die Zeit des Wiederaufbaus nach byzantinischem Stil. Dies betraf nicht nur Profanbauten und Wohnhäuser, es galt vor allem für die Kirchen, die nun dem neuen Glauben entsprechend errichtet wurden. Von den heiligen Städten der Antike, wie der Hadriansbibliothek oder der Akropolis blieben nurmehr Ruinen für das Gedenken der Menschen in Athen übrig.

Die Kunst und Kultur des byzantinischen Reiches ersetzt im Laufe der Jahrhunderte die Errungenschaften der Kultur des antiken Athens. Dies ist vor allem anhand der vielen byzantinischen Sakralbauten, wie Kirchen und Klöster, zu sehen, die es in Athen und auch im byzantinischen Griechenland gibt.

Den Bruch, den die Besetzung durch Byzanz auf die griechische Kultur gehabt hat, wird heute im Byzantinischen Museum in Athen sehr anschaulich dokumentiert. In einer Villa gelegen, kann man hier zum einen die Relikte jener Zeit in Form von Ikonen und religiösen Schriften nachvollziehen. Auch einen historischen Abriss der Ereignisse und der Auswirkungen auf das kulturelle Erbe und das Leben der Menschen im byzantinischen Athen wird hier anschaulich dokumentiert.

eute gehört die Herrschaft Byzanz zum historischen Gedächtnis der Athener wie selbstverständlich dazu. Gebäude, Kirchen und Bildnisse, die in dieser Zeit entstanden sind, werden als nationales Kulturgut verstanden und historisch in die Riege anderer Zeiten, wie der hellenistischen und römischen Zeit eingegliedert. Auf die byzantinische Herrschaft, die auch einen Kreuzzug mit einschloss, folgte eine 400jährige osmanische Herrschaft, nachdem das byzantinische Reich im Osmanischen Krieg vollständig an dieses Volk gefallen war.

Olympische Spiele

Bei dem Begriff “Olympische Spiele” muss man zwei Epochen unterscheiden. Zum einen gibt es die so genannten “Olympischen Spiele der Neuzeit”, die seit 1900 alle 4 Jahre ausgetragen werden. Ursprünglicher sind jedoch die “Olympischen Spiele der Antike”. In beiden Fällen handelt es sich um eine Sportveranstaltung, die nach festen Regeln in bestimmten Abständen ausgetragen wird.
panathinaikon-stadion Mehrfach fanden Olympische Spiele in Athen statt, z. B. im Panathinaikos Stadion

Im Zusammenhang mit Athen bedeuten Olympische Spiele den Ursprung dieser Idee. Hier wurden die ersten Wettkämpfe ausgetragen und noch heute kommt die Olympische Flamme aus Griechenland. Somit ist Griechenland der Geburtsort der Spiele, wie wir sie heute kennen. Und wirklich haben die Initiatoren der “Neuen Spiele” viele Rituale und Disziplinen übernommen, die noch aus dem antiken Griechenland bekannt sind.

Einst waren olympische Spiele ein Teil der Panhellenischen Spiele, die bereits vor gut 3000 Jahren durchgeführt wurden. Die ursprünglichen Sportarten, die auch heute noch bei Olympia durchgeführt werden, sind der Marathonlauf, Speerwerfen, Diskuswurf, Fünfkampf und diverse Laufdisziplinen. Erstaunlich ist, dass zu dieser Zeit sogar schon Boxen zur den Disziplinen gehörte und auch Pferdesportarten, meist in Form von Wagenrennen, zu den antiken Sportarten gehört.

Besonders der Marathon gilt als die “olympischste aller Disziplinen”. Seinen Namen bekam dieser Lauf von der ersten Strecke. Der Langstreckenlauf wurde damals von Olympia nach Marathon durchgeführt, auf einer Strecke von 42 km. Diese Distanz muss noch heute von den männlichen Marathonläufern absolviert werden. Auch der antike Fünfkampf, bestehend aus Diskuswurf, Weitsprung, Ringkampf, Speerwurf und einem Stadionlauf gehört zu den ersten Disziplinen. Aus diesem Fünfkampf wurden die entsprechenden Einzeldisziplinen. Noch heute gilt die Leichtathletik als “Kernbereich” der Olympischen Spiele, denn sie gibt den Charakter der antiken Spiele am besten wieder.

Ist heute der olympische Gedanke eher der Völkerfreundschaft gewidmet, so waren Olympische Spiele im antiken Griechenland eher ein politisches Zusammentreffen, denn zu dieser Veranstaltung kamen politische Vertreter und Könige aus allen Ländern. Doch auch die Feierstimmung war damals schon gegeben – die Organisatoren der Olympischen Spiele sorgten für ein buntes Rahmenprogramm und über die Wettkämpfe urteilten mehrere Schiedsrichter.

Noch heute hat das Olympische Feuer eine tiefe Bedeutung: es wird noch heute von der “Urflamme” in Olympia in einer antiken Zeremonie geholt. Dabei sind religiöse Rituale des antiken Griechenlands das Vorbild. Zudem darf diese Flamme auf ihrem Weg zum Austragungsort nicht verlöschen. Der Sage nach, müssen die Olympischen Spiele beendet werden, sobald die Flamme im Stadion erlischt. Zur Ehrung Griechenlands als “Ursprungsland” der Olympischen Spiele darf Griechenland noch heute immer als erste Nation ein Olympiastadion bei den Eröffnungsfeiern betreten.

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