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Bier im Kloster: Neue Ausstellung im Kloster Aldersbach

by admin1

Das Kloster Aldersbach steht nachweislich seit dem Jahr 1268 für hohe Bierbraukunst, denn in diesem Jahr begannen die Ordensbrüder mit dem Brauen von Bier. Ab dem 28. April 2016 gibt es diesbezüglich eine umfangreiche Ausstellung im Kloster, die durch Horst Seehofer – den Ministerpräsidenten Bayerns – eröffnet wird. Zwar wird im Kloster selbst schon lange nicht mehr gebraut, da die Brauer (die inzwischen die Arbeit der Mönche verrichten) in moderne Brauereien umgezogen sind. Dennoch gibt es wohl keinen besseren Ort, um die Geschichte des Biers in Bayern an den Mann oder die Frau zu bringen.

Das Klosterbrauwesen galt in der Vergangenheit als eine der wichtigsten Einnahmequellen der Mönche. Bier wurde in Massen verkauft, was die schlauen Ordensherren schnell erkannten und es demnach den zahlreichen Brauereien gleichtaten. Noch heute gibt es in Bayern zumindest ein Kloster, in welchem die Tradition weiterhin erfolgt. Hierbei handelt es sich um das Kloster Mallersdorf, in dem Doris Engelhard im Alter von 67 Jahren das Klosterbraugeschehen traditionell durchführt. Sie ist die weltweit einzige noch tätige klösterliche Braumeisterin, die dieses „Amt“ innehat. Schließlich haben sich seit dem Jahr 1918 immer mehr Klöster aus dem Brauereigeschäft zurückgezogen.

 

Informationen zum Kloster Aldersbach

Gegründet wurde das Kloster Aldersbach im Jahr 1146. Mönche des in Oberfranken liegenden Kloster Ebrach gründeten in Aldersbach eine Niederlassung und begannen einige Jahre später mit dem Brauen von Bier. Auf diese Weise schuf man nicht nur einen wichtigen klösterlichen Wirtschaftszweig, sondern zudem eine ganz eigene Kultur, die sich bis heute hält.

Doch das Kloster zeichnet sich nicht nur durch die Brauerei aus, die heute nicht mehr in dem Sinne tätig ist, sondern auch durch die wohl schönste Marienkirche, die der Freistaat Bayern zu bieten hat. Aufgrund von fünf baulichen Veränderungen und Restaurationen ist die Kirche noch heute hervorragend erhalten und lädt selbstverständlich auch zu öffentlichen Gottesdiensten ein.

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