Home Auszeit-Blog Die Benediktinerabtei Metten

Die Benediktinerabtei Metten

by admin1

In den vergangenen Wochen sorgte der bayerische Bischof Tebartz-van Elst für reihenweise Negativschlagzeilen und wurde als „Prozbischof“ bezeichnet. Nun ist der Bischof aus Limburg in einem Kloster untergekommen, um eine Auszeit zu nehmen. So wurde es vom Papst höchstpersönlich angeordnet. Untergekommen ist Tebartz-von Elst in der Benediktinerabtei Metten, einem Kloster mit Tradition.

 

Die Benediktinerabtei erleben

Die Benediktinerabtei Metten wurde im Jahr 766 gegründet und hatte dem Bischof in der Vergangenheit mehrfach als Auszeit gedient. Seit vielen Jahren nimmt das Kloster Gäste auf, die die Ruhe genießen und mit der Gemeinschaft beten und arbeiten möchten. Willkommen sind neben den Katholiken gern auch Protestanten. Die Türen des Kloster bleiben für niemanden verschlossen.

Vor der Abtei angekommen, sticht als erstes die Kirche aus Barockzeiten ins Auge, die das unumstrittene Wahrzeichen des Klosters darstellt. Durch ihre beiden Zwiebelhauben in Gelb sticht die Kirche sofort ins Auge und bietet nicht nur geistlichen, sondern auch Architekturfreunden einen tollen Anblick.

 

Toller Service in geistlicher Umgebung

Besucher kommen im Gästebereich der Abtei unter. Sie müssen sich an die Regeln des Klosters halten, Weisungen befolgen und sich integrieren. Die Klausur ist nur für Männer zugänglich.

Das Kloster beherbergt ein eigenes Jungen-Internat, in welchem Klosterschüler unterrichtet werden. Der Öffentlichkeit steht ein Tagungszentrum zur Verfügung.

 

Die Geschichte des Klosters

Das Gründungsjahr 766 gilt als offizielles Gründungsjahr, auch wenn es hierzu keine Belege gibt. Berechnungen von Experten lassen auf die Gründung der Abtei in diesem Jahr schließen. Gegründet worden sein soll das Kloster als so genanntes Sippenkloster von Priester Gamelbert von Michaelbuch.

Auf dem im Innenhof befindlichen Brunn ist das Abbild Kaiser Karls des Großen zu sehen. Er nahm im Jahr 792 die offizielle Stiftung der Abtei vor. Im Jahr 817 wurde das Kloster erstmals als eigenständige Abtei erwähnt, und zwar im Aachener Verzeichnis der Reichsklöster.

Im 10. Jahrhundert wurde das Kloster durch einen Kanonikerstift ersetzt, nachdem die Ungarn eingefallen waren. Erst im Jahr 1147 besiedelten erneut Mönche das Kloster, und zwar unter Herzog Heinrich Jasomirgott.

Im Jahr 1236 kam es im Kloster zu einem Großbrand, der die Anlage nahezu komplett in Staub und Asche verfallen ließ. Heute erstrahlt das Kloster in einem tollen Glanze.

Ähnliche Artikel