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Irland

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Unter dem Namen Irland kennt man üblicherweise die Republik Irland. Darüber hinaus gibt es noch den zu Großbritannien gehörenden Teil “Northern Ireland”. In der Republik Irland leben ca. 4,2 Mio. Einwohner, der größte Anteil von Ihnen ist katholisch.

Irland ist aufgeteilt in vier Provinzen, die ihrerseits wieder in mehrere Counties (Grafschaften) eingeteilt sind. Wirtschaftlich gesehen steht Irland heute besser da, als noch vor einigen Jahren, was vor allem durch den Beitritt in die EU beeinflusst ist. Trotz der positiven Einflüsse, die die EU auf Irland hatte, stehen viele Iren der EU skeptisch gegenüber, was sich zuletzt in einer Volksbefragung zur EU-Verfassung gezeigt hat.
irland-insel Eine Insel vor der Küste von Irland.

Irland wurde erstmalig in der Steinzeit besiedelt, und auch den Römern war diese Insel bereits bekannt. Im 5. Jh. begannen die Engländer, Irland zu Christianisieren. Besonders der Mönch Patrick, der heute als St. Patrick der Nationalheilige Irlands ist, war zeitlebens bestrebt, die bis dato heidnischen Iren dem christlichen Glauben zuzuführen. Leider war ihm dies zu Lebzeiten nicht gelungen. Erst seine Heiligsprechung sorgte dafür, dass die Iren ihn zu “ihrem” Nationalhelden machten.

Die Geschichte Irlands ist untrennbar mit Großbritannien verbunden. Ein besonderer Höhepunkt war die Hungersnot Mitte des 19. Jh. Tragisch ist bei dieser Hungersnot, dass über 1 Million Iren starben, zum größten Teil, weil die englischen Besatzer ihnen die dringende Hilfe absichtlich verweigerten. Zu dieser Zeit kam es zur ersten großen Auswanderungswelle, vor allem ausgehend vom Hafen Cobh, nahe Cork, so dass noch heute viele Amerikaner irische Wurzeln aufweisen können.

Die ständigen Kämpfe und Scharmützel zwischen England und Irland endeten erstmalig 1921, als die Republik Irland ein Selbstbestimmungsrecht zugesprochen wurde. Nur die heute als Nord-Irland bekannten Gebiete blieben bei Großbritannien. Diese Teilung führte zu jahrzehntelangen Kämpfen zwischen dem britischen Militär und der IRA, die von englischer Seite als “Troubles” bezeichnet wurden und die erst vor wenigen Jahren durch einen Waffenstillstand beigelegt werden konnten.

Wirtschaftlich steht Irland auf sicheren Beinen. Die Hauptwirtschaftsbereiche sind die Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei, doch auch der Industriesektor hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Auch der Tourismus spielt eine große Rolle. In den letzten Jahren haben sich als weitere Wirtschaftszweig die Technologie und die Dienstleistung zunehmen in Irland etabliert.

In den letzten Jahren allerdings ging es im Rahmen der Bankenkrise gerade für Irland in eine wirtschaftliche Rezession. Einem Irland Urlaub steht dem nicht im Wege, allerdings bekalgt die einheimische Wirtschaft eine zunehmende Abwanderung von Fachkräften z. B. nach Kanada oder Neuseeland.

Urlaub in Irland

Ein Urlaub in Irland beinhaltet eine Vielzahl von Eindrücken und Freizeitaktivitäten. Eigentlich ist es nicht möglich, von einem “typischen Irlandurlaub” zu sprechen, denn ein Urlaub in Irland hat viele Facetten. Man kann das urbane Leben in Dublin genießen oder die wilde Natur der Wicklow Mountains. Man hat die großartigen Flüsse, wie zum Beispiel den Shannon, aber auch steile Kliffs oder satte Wiesen mit Kühen und Schafen. Und über all dem stehen die vielen Ruinen, die über die lange Geschichte Irland berichten.
irland-kueste Wasser, Wolken – häufige Kulisse in Irland

Man kann auf vielen Wegen durch Irland reisen. Zum einen gibt es die öffentlichen Verkehrsmittel, die besser sind, als man vielleicht vermuten würde. Die Bus- und Bahnverbindungen durch das Land sind sehr gut organisiert, vor allem die Überlandbusse sind als Transportmittel sehr beliebt. Da Irland über mehrere Flughäfen verfügt, kann man während des Urlaubs auch von Dublin ohne Probleme in den Süden des Landes gelangen. Darüber hinaus kann man auf den gut ausgebauten Straßen auch mit einem Mietwagen sehr günstig durchs Land kommen. Viel romantischer geht dies jedoch mit einem Pferdewagen oder per Boot über einen der vielen Flüsse und Kanäle.

In jedem Teil des Landes ist die Geschichte sehr präsent. Dies kann man vor allem an den vielen Burgen, Schlössern und Menhiren sehen, die überall auftauchen. Doch auch die wirklich geschichtsträchtigen Orte Irlands gibt es. Besonders sollte man hier Tara herausheben. Tara liegt nördlich von Dublin und war der Versammlungsort der ersten irischen Clanchefs. Heute ist Tara eine große Fläche, die geprägt ist von unterschiedlich großen Hügeln, auf denen Schafe weiden. Doch trotzdem kann man noch die Umrisse des früheren Tinghauses erkennen, dem Ort, an dem die Clanchefs die Geschicke des frühen Irlands lenkten.

Die Unterkunft in Irland ist denkbar einfach zu finden. Zum einen hat Irland ein sehr gut ausgebautes Netz an Jugendherbergen, die im Vergleich zu anderen Ländern sehr preisgünstig sind. Darüber hinaus ist die Tradition des “Bed & Breakfast” sehr beliebt, eine günstige Privatunterkunft für ein paar Nächte kann man schnell finden. Oftmals muss man sich nur einen Aushang an einer Bushaltestelle oder in einer Telefonzelle ansehen und schon hat man eine Übernachtung gefunden.

Ein Urlaub in Irland eignet sich vor allem für Individualtouristen, die mobil sind, durch das Land reisen und möglichst viele Eindrücke mitnehmen wollen.

Irische Kultur

Die irische Kultur ist eine der ältesten Kulturen Europas, doch trotzdem musste sie, um überleben zu können, schon viele Widrigkeiten überstehen. Die Sprache der Iren, Gälisch, war über mehrere Jahrhunderte verboten, auch die irischen Tänze und die Lieder waren lange Zeit untersagt. Heute sprechen viele Iren kein Gälisch mehr, doch die Tänze und Lieder haben sich bis heute erhalten.

Was einem Touristen beim Stichwort Kultur wahrscheinlich zuerst einfällt, sind die Pubs. Sicherlich ist die Pubkultur in Irland anders, als man dies beispielsweise in England kennt. Es ist völlig üblich, den ganzen Tag im Pub zu verbringen, auch für Kinder ist ein Pub ein ganz normaler Aufenthaltsort. Hier werden die Probleme der Welt gewälzt, es wird Guinness getrunken und früher oder später wird eine Fidel ausgepackt und es wird gesungen und getanzt. Besonders an Feiertagen, wie dem St. Patrick’s Day, findet man die meisten Iren im Pub beim Tanz und beim Singen – bis in den frühen Morgen und dem “Last Order”.

Das nächste, was den Menschen bekannt ist, sind die Limericks. Diese lustigen Reime kommen nicht etwa aus der irischen Stadt, sondern aus England, werden jedoch den Iren zugeschrieben. Auch Romane, wie zum Beispiel Ulysses von James Joyce gehören zur irischen Kultur – in den Werken der irischen Schriftsteller und Dichter offenbart sich besonders gut die irische Seele.

Die irische Kultur ist nicht zuletzt von den vielen Mythen und Legenden gezeichnet, die man überall im Land finden kann. Dazu gehört vor allem der Leprechaun, ein kleiner Kobold, der angeblich am Ende des Regenbogens einen Topf Gold versteckt haben soll. Die Iren glauben noch heute an gute und böse Geister, Feen und Trolle. Sie gehören zum Leben der Menschen vor allem in dörflichen Gegenden einfach dazu.

Schlussendlich machen die Lieder und Tänze einen Großteil der irischen Kultur aus. Der Nationaltanz, der Reel, wird schon von kleinen Kindern getanzt und die irischen Lieder, die oftmals mehrere hundert Jahre alt sind, haben auch andere Kulturen beeinflusst. So ist die Melodie zum Lied “An der Nordseeküste” zum Beispiel entnommen vom alten irischen Traditional “Wild Rover”. Viele der irischen Lieder erzählen von der Liebe zum Land und dessen Schönheit, von den Entbehrungen der Vergangenheit und von der großen Liebe, die meist tragisch endet – die irische Seele leidet gern.

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