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Kanada – Osten & Atlantikküste

by admin1

Unter Kanadas Osten versteht man im Allgemeinen die Bereiche um New Brunswick, Neufundland, Nova Scotia, Quebec, Labrador und der Prince Edward Insel. Diese Bereiche sind meist das, was Touristen mit Kanada in Verbindung bringen. Hier hat man zum einen das urbane Leben in Quebec, doch auch die raue Landschaft mit den vielen Seen und Flüssen und Tieren wie zum Beispiel Elchen.

Der Osten Kanadas ist hervorragend dazu geeignet, um mit einem Mietwagen die Landschaft zu erkunden, nach Lachsen zu angeln oder mit einem Kanu die rauen Flüsse entlang zu fahren. Mehr als andere Bereiche Kanadas kann man hier sowohl die atemberaubende Natur genießen als auch einige der “First Nations” kennen lernen. New Brunswick zum Beispiel bietet die Möglichkeit, den Bay of Fundy zu besuchen oder auf dem Appalachian Range anspruchsvolle Touren mit dem Mountainbike zu unternehmen. Weitere Sehenswürdigkeiten erwarten die Besucher in den Städten Edmonton, der Provinzhauptstadt Fredericton oder Saint John.

nova-scotia-kanadaBerge und Wasser prägen die Landschaft von Ost-Kanada.
Doch auch Neufundland und Labrador haben jede Menge Abenteuer zu bieten. Nirgends ist die Auswahl an Sehenswürdigkeiten aus der Geschichte des Landes und an Naturschönheiten so gewaltig, wie auf diesen beiden Inseln im Atlantik. Das Klima ist rau, nur 500.000 Menschen wohnen auf den beiden Inseln. Die Provinzhauptstadt für beide Inseln ist St. John’s. Auf den Inseln Neufundland und Labrador kann man die Einsamkeit finden, wenn man sie sucht.

Die Halbinsel Nova Scotia liegt weit in Kanadas Osten. Die Provinzhauptstadt ist Halifax, die zugleich auch die größte Stadt der Provinz ist. Hier ist das Wetter so mild, dass oft auch die Winter schneefrei bleiben – eine Besonderheit die Nova Scotia für Touristen ganzjährig beliebt macht. Nova Scotia erinnert, entsprechend dem Namen, oftmals an die Schottischen Highlands. Die vielen Museen dieser Provinz erläutern präzise die unterschiedlichen Einflüsse der Geschichte auf das heutige Nova Scotia von den “First Nations” über die Besetzung durch England bis heute. Die Natur kann man auf dem bekannten Cabot Trail am besten erkunden. Diese Rundstraße führt um den Cape Breton Highlands National Park herum und gehört zu den schönsten Panoramastraßen der Welt.

Die Provinz Quebec mit der gleichnamigen Hauptstadt ist ein bekannter Vertreter des französisch sprachigen Teil Kanadas. In diesem Jahr feiert Quebec seinen 400. Geburtstag. In der Stadt und in der Provinz hat man ganzjährig die Möglichkeit, unzählige Festivals zu besuchen und die beeindruckende Landschaft, die vor allem im Herbst besonderes bezaubernd ist, auf sich wirken zu lassen. Für abenteuerlustige Touristen besonders interessant ist wahrscheinlich die Region Nunavik. Hier hat man bizarre Landschaften, Ausgetretene Trails von Karibus, Eisschollen und Polarlichter. Die Natur ist in dieser Region wirklich besonders beeindruckend und außergewöhnlich.

Neufundland

Neufundland ist ein Teil der Provinz Neufundland und Labrador. Es handelt sich hierbei um zwei Inseln im Atlantik, wobei die meisten Menschen auf Neufundland leben, wobei es sich hier um insgesamt rund 500.000 Einwohner handelt. Die Provinzhauptstadt ist St. John’s, die nicht mit der Stadt Saint John in New Brunswick verwechselt werden sollte. St. John’s ist die größte Stadt der Insel, rund 100.000 Menschen leben hier. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind der Cabot Tower und die vielen buntbemalten Häuser der Innenstadt, die stark an irische Städte erinnern.

Die ursprünglichen Einwohner Neufundlands waren Indianer, die bereits ab 8000 v. Chr. hier lebten. 4000 und 2400 v. Chr. kamen die ersten Inuit auf die Insel und ließen sich hier nieder. Neufundland ist den meisten Menschen durch den Wikinger Leif Eriksson bekannt, der ca. 1000 n. Chr. hier landete und damit praktisch Amerika entdeckte. Es gilt heute als gesichert, dass das von den Wikingern beschriebene Vinland (übersetzt: Weideland) die Insel Neufundland beschreibt.

Die Insel ist heute in viele Naturparks und Naturschutzgebiete für Tiere aufgeteilt. Genau das macht eine Reise nach Neufundland für viele Menschen so attraktiv und die Insel zu einer absoluten Besonderheit. Die zwei größten Nationalparks, die man auf der Insel finden kann sind der Gros Morne Nationalpark und der Terra Nova Nationalpark.

Der Gros Morne Nationalpark liegt an der westlichen Atlantikküste am Fuße der Long Range Mountains. Das Landschaftsbild wird geprägt durch die vielen Fjorde und die zugehörige, atemberaubende Natur. Wer schon immer mal einen Elch sehen wollte, hat in diesem Nationalpark Gelegenheit dazu, denn hier sind diese Tiere noch zahlreich zu finden.

Der Terra Nova Nationalpark liegt im Nordosten der Insel entlang der Bonavista Bay. Hier ist das Landschaftsbild geprägt von Feuchtgebieten, Teichen und Mooren. Neben den vielen Vögeln, die sich in diesem Gebiet heimisch fühlen, kann man auch hier wieder dem einen oder anderen Elch begegnen. Auch die zahlreichen Wasserfälle, die sich durch die Berge ziehen, geben dem Park ein charakteristisches Aussehen.

Neufundlands Wirtschaft ist neben dem Tourismus, der sich in den letzten Jahren auf Adventure-Touristen eingestellt hat, stark vom Fischfang und vom Erdöl abhängig. Der Fischfang ist nach wie vor die Haupteinnahmequelle der Bewohner der Insel.

Prince Edward Island

Prince Edward Island ist eine Insel in Nova Scotia, die mitten im Atlantik liegt. Zur Berühmtheit gelangte diese Insel weltweit durch den Roman “Anne auf Green Gables”, deren Autorin auf der Insel lebte und auf der auch das Buch entstand.

Die Hauptstadt und zugleich größte Stadt der Insel ist Charlottetown. Anders als in anderen Provinzen Kanadas, wird in Nova Scotia und daher auch auf Prince Edward Island ausschließlich Englisch gesprochen. Auf der Insel leben insgesamt ca. 140.000 Einwohner. Die Insel besticht durch ihre unbeschreibliche Natur, die in Zügen an Irland und England erinnert – grüne Wiesen, saftige Täler und die Nähe zum Stankt-Lorenz-Golfs haben der Insel den Beinamen “Garten des Golfs” eingebracht.

Archäologischen Funden zufolge wurde die Insel erstmalig 9000 v. Chr. von den Ureinwohnern, den “First Nations” besiedelt. Zu dieser Zeit war das Land noch keine Insel; vielmehr war sie durch eine Landbrücke mit dem Festland Nova Scotia verbunden. Entdeckt wurde die Insel im Zusammenhang mit der Besiedlung Nova Scotias im Jahre 1534 durch die Franzosen. Als die Engländer im Jahre 1758 das Fort Louisbourg eroberten, nahmen sie auch die Insel in ihren Besitz. Seitdem war die Insel in ständiger Englischer Besitzung. Städtenamen wie Stratford oder Cornwall lassen heute noch auf die englische Besatzung schließen, während Städtenamen wie Montague eher an die französische Zeit oder an ein Drama Shakespeares erinnern. Die englische und französische Vergangenheit kann man anhand der Häuser vor allem in den kleineren Städten der Insel sehr gut nachempfinden. In den Kleinstädten sieht man immer wieder viktorianische Herrschaftssitze und auch die Städte sind geprägt von dem Stadtbild dieses Zeitalters. Oftmals ist es, als sei die Zeit ein wenig stehen geblieben.

Die größten Städte der Insel, die in drei Bezirke gegliedert ist, sind Charlottetown und Summerside. Charlottetown ist eine Stadt mit sehr vielen interessanten Sehenswürdigkeiten. Das Gebiet, das einst von den Mi’kmac-Indianern besiedelt war, wurde nach einer deutschen Adligen benannt und besitzt eine wichtige Universität. Die Stadt Summerside wurde ebenfalls früher von Mi’kmac-Indianern besiedelt. Erst 1700 begann die erste Besiedlung durch die Akadier. Die Hafenstadt lebte früher von der Schiffindustrie, die jedoch in diesem Jahrhundert an Bedeutung verloren hat.

Wer auf die Prince Edward Island kommt, wird merken, dass er hier in der Lage ist, durchzuatmen. Sei es im Herbst, wenn der Indian Summer hier die Bäume erreicht oder auch im Sommer, wenn die Hitze durch die Nähe zum Wasser nicht so drückend ist, wie in anderen Teilen Kanadas. Die Strände und großen Weiden der Insel mit den vielen viktorianischen Gebäuden und liebevoll restaurierten alten Städten und Dörfern laden ein, ein wenig länger zu verweilen.

 

 

 

New Brunswick

New Brunswick ist eine Provinz in Kanada, die an der Atlantikküste liegt. Die Namensgebung “Neu-Braunschweig” lässt darauf schließen, dass diese Provinz von deutschen Auswanderern besiedelt wurde, die mit dem Namen an ihre Heimat erinnern wollten. Die Provinz ist zweisprachig, hier wird Englisch und Französisch gesprochen (die meisten Provinzen sind einsprachig), wobei die englische Sprache überwiegt, die Provinzhauptstadt ist Fredericton, die drittgrößte Stadt der Provinz.

Geografisch liegt New Brunswick am nördlichen Ende der Appalachen. 80% der Fläche der Provinz sind Waldgebiet. Die übrige Fläche ist vorwiegend Weideland, so nehmen auch die Holz- und Papierindustrie und die Landwirtschaft große Teile der Wirtschaft in New Brunswick ein, darüber hinaus sind auch der Fischfang und der Tourismus wichtige Säulen der Wirtschaft.

Wer nach New Brunswick kommt, wird sich hauptsächlich für die schöne Natur interessieren. Die touristischen Ziele sind meist zwei National Parks. Der Kouchibouguac National Park zeigt die Welt der Lagunen, Sandbänke und der dort angesiedelten Wasser- und Wattvögel. Der Name des Parks ist zwar indianischen Ursprungs, bezieht sich jedoch auf den gleichnamigen Fluss, der den Park speist. Der Fundy National Park ist der vielfältigere der beiden Parks. Hier kann man sowohl die Bergwelt als auch die Küstenregion von New Brunswick kennen lernen. Wer die Natur dieses Parks auf sich wirken lassen möchte, sollte den Dickson Falls Wanderweg entlanggehen, der an einem der 20 Wasserfälle des Parks entlang führt.

Die Provinzhauptstadt Fredericton weist zwei ganz besondere Sehenswürdigkeiten auf. Zum einen steht hier mit der Christ Church Cathedral die nachweislich älteste Kirche in Nordamerika und zum zweiten hat die Stadt auch die älteste Universität Nordamerikas: die University of New Brunswick wurde bereits 1785 gegründet.

Die Stadt Moncton ist die zweitgrößte Stadt New Brunswicks. Die Stadt wurde von den Franzosen gegründet, heute spricht die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung jedoch Englisch. Besondere Attraktionen, die man in Moncton auf jeden Fall besuchen sollte, sind der Magic Mountain, der größte Wasserpark Kanadas, und vor allem der Magnetic Hill. Hier sollte man nach Möglichkeit mit einem Wagen den Hügel herunter fahren und dann irgendwann auf die Bremse treten und den Wagen zum Stehen bringen – der Magnetic Hill sorgt dafür, dass der Wagen den Hügel wieder hinaufgezogen wird! Ein sehr eindrucksvolles Beispiel der magnetischen Anziehungskräfte, die man nur hier ausprobieren kann.

New Brunswick ist die einzige Provinz Kanadas, in der offiziell zwei Sprachen gesprochen werden. Die Provinz hat somit auch zwei Namen: New Brunswick zum einen und Nuveau-Bunswick zum anderen – je nachdem ob man sich in dem Teil befindet, der mehrheitlich Französisch oder Englisch spricht. Der überwiegende Teil der Bevölkerung sind Akadier, also Nachfahren der französischen Siedler, demnach wird in der Provinz mehrheitlich Französisch gesprochen.

New Brunswick hat ca. 730.000 Einwohner, die Provinzhauptstadt ist Fredericton, die größte Stadt der Provinz ist jedoch Saint John. Besiedelt wurde New Brunswick erstmalig im Jahre 1534, als sich französische Siedler auf den Plätzen der Ureinwohner, der heutigen First Nations, niederließen und erste Gebäude und Garnisonen errichteten.

Als 1867 der kanadische Bundesstaat gegründet wurde, gehörte New Brunswick, zusammen mit Ontario, Prince Edward Island und Nova Scotia, zu den vier Gründungprovinzen; es kann also auf eine sehr lange Geschichte, auch für den Staat Kanada, zurückblicken. Heute ist die Provinz in 15 Bezirken unterteilt.

Die Stadt Saint John ist die größte Stadt der Provinz, sie wurde 1604 gegründet und hatte seit Anbeginn den Status einer Industriestadt inne. Vor allem Werften und Holzverarbeitung haben sich hier etabliert. Noch heute ist Saint John der Industriemittelpunkt der Provinz.

Die Stadt Moncton ist eine typisch nordamerikanische Stadt, vor allem die Architektur der Häuser erinnert noch stark an die Gebäude, die man aus alten Westernfilmen kennt. Die Stadt jedoch besitzt den größten Flughafen von New Brunswick und ist daher für die Wirtschaft der Provinz von großer Bedeutung.

Fredericton, die Provinzhauptstadt, ist nur die drittgrößte Stadt der Provinz. Sie ist hauptsächlich für seine Universität bekannt und für die vielen Kulturangebote, die die Stadt bietet. Das Rathaus der Stadt, in der die Provinzregierung ihren Sitz hat, wurde im Jahr 1876 errichtet.

New Brunswick selbst besticht vor allem durch die einzigartige Natur. Die Provinz beginnt am Ende der Appalachen, hat daher eine interessante Bergregion zu bieten. In dieser Berglandschaft, die die Provinz durchzieht, findet man interessante Täler und Flüsse, die in die typisch kanadischen Wälder eingebettet sind. Da die Provinz auch eine Küstenlinie am Atlantik besitzt, findet man an dieser Seite auch raue, felsige Küsten und starke Brandungen vor. Wer die Natur der Provinz erkunden will, wird sowohl nicht an den Appalachen, vor allem der Appalachian Range und der Bay of Fundy vorbeikommen. Doch auch sanfte Dünen und grüne Ufer findet man in New Brunswick. Ist das Land Kanada schon reich an unterschiedlichen Naturformen, so hat man diese alle in New Brunswick „en miniature“.

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