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Kanada

by admin1

Wir wollen hier Kanada vorstellen. Dabei konzetrieren wir uns vor allem auf die östlichen, atlantischen Provinzen. Wir hoffen, auch Sie damit für dieses schöne Land zu begeistern.

Kanada ist der zweitgrößte Staat der Erde. Seine Grenzen werden auf drei Seiten von Ozeanen gebildet. Ausschließlich die Südgrenze wird durch die Landesgrenze zu den USA markiert. Diese außergewöhnliche geografische Lage machte Kanada schon immer zu einem der faszinierendsten Länder der Erde. Die Ureinwohner Kanadas waren Indianer und Inuit. Die Indianerstämme werden heute „First Nations“ genannt, ein Beispiel wie das Land mit seiner kulturellen und ethnischen Vergangenheit umgeht. So abwechslungsreich wie die Natur sind auch die Menschen. Noch heute ist Kanada in zwei „Sprachzonen“ eingeteilt. In einem Teil Kanadas wird Französisch, in dem anderen Englisch gesprochen. Beide Sprachen sind gleichberechtigte Landessprachen.

Die meisten Menschen finden die faszinierende und abwechslungsreiche Flora und Fauna in Kanada besonders interessant. Die Tatsache, dass man verschiedene Vegetationsformen, Landschafts- und Klimazonen in einem Land vereint vorfindet und zudem auch noch die entsprechende Tierwelt beobachten kann, ist für viele Touristen ein Grund, immer wieder nach Kanada zu fahren. Hier findet man Grizzly- und Braunbären noch in freier Natur und auch Elchen kann man immer wieder begegnen. Die Fischgründe sind vor allem bei Anglern besonders begehrt. Die Rocky Mountains sorgen dafür, dass auch Alpinisten und Bergwanderer ganzjährig auf ihre Kosten kommen können. Das Land weist tiefe Nadelwälder ebenso auf, wie ewiges Eis und stark zerklüftete Fjorde. Besonders faszinierend ist, dass man den Unterschied zwischen Land und Stadt spürt: man hat das urbane Leben von Quebec oder Toronto und ist Minuten später in tiefster Natur und absoluter Stille.

Die Geschichte Kanadas ist faszinierend und abenteuerlich. Schon immer war Canada ein absolut klassisches Einwanderungsland. Die ersten Siedler erlagen den Rausch des Neuen und Abenteuerlichen genauso, wie viele tausend Einwanderer dies auch tun. Die meisten Menschen, damals und heute, sind eingenommen von der großartigen Landschaft, der unberührten Natur und des Duft von Freiheit und Abenteuers, das bis heute noch über dem Land schwebt. Nach wie vor gilt Kanada als das Land, indem man seine Träume wahr machen und erfolgreich sein kann.

Kulturell haben sowohl die Ureinwohner als auch die vielen Einwanderer ihre Spuren in Kanada hinterlassen. Man findet im gesamten Land Einflüsse der „First Nations“ ebenso, wie Zeichen der britischen Besatzung und der Einwanderer aus Italien, Irland, Frankreich oder Deutschland. Diese Einflüsse wurden so in die Gesellschaft und das tägliche Leben integriert, dass daraus eine wirklich „kanadische Kultur“ entstanden ist. Allem voran selbstverständlich der Nationalsport Kanadas: Eishockey. Die kanadischen Eishockeyspieler gelten als die besten der Welt. Im Sommer wird diese Sportart von Lacrosse abgelöst, einer Ballsportart, die dem Hockey ähnelt und die mit netzbespannten, gewölbten Schlägern gespielt wird.

Kanada ist ein Staat in Nordamerika, die Hauptstadt ist Ottawa. Die größte Besonderheit an Kanada ist, dass es in diesem Land zwei offizielle Sprachen gibt. Zum einen gibt es einen großen Teil, in dem überwiegend Französisch gesprochen wird, und einen Teil, in dem Englisch die Hauptsprache ist. Seinen Grund hat dies darin, dass das heutige Kanada zuerst von den Franzosen beherrscht wurde, das dann das Land an England abtrat.

Kanada besteht aus 10 Provinzen und 3 Territorien. Insgesamt leben auf einer Fläche von über 9 Millionen km² ca. 32 Millionen Menschen. Die meisten Bewohner leben in den großen Städten wie Toronto, Ottawa oder Québec. Dafür ist ein Großteil dieses riesigen Landes nahezu unbesiedelt, was vor allem auf die unwirklichen Lebensumstände und die teilweise extremen Wetterverhältnisse zurückzuführen ist. Vor allem in den Provinzen Nunavut, die an Grönland grenzt, und dem Yukon, das an Alaska grenzt herrschen Wetterbedingungen, die das Leben der Menschen stark einschränken und aus diesem Grund nur dünn besiedelt sind.

Heute lebt Kanada hauptsächlich von seinen vielen Bodenschätzen, dem Tourismus und dem steigenden Anteil am Dienstleistungsbereich. Vor allem die Bodenschätze sind, nicht allein Dank des ehemaligen Goldrausches am Yukon, ein wichtiger Punkt. Zu den wichtigsten Bodenschätzen gehören Erdöl, Eisen, Kohle und Uran und auch die Goldfunde sind heute noch beachtlich. Im Norden Kanadas finden sich viele wilde Tiere, die oft genug hier ihre einzigen Rückzugsgebiete gefunden haben. Kanada ist für viele Europäer ein beliebtes Auswanderungsland. Vor allem, da viele glauben, sich hier den Traum von Freiheit und Abenteuer noch erfüllen zu können und denken, in den Weiten Kanadas ausreichend Raum für sich zu finden.

Kulturell gesehen ist Kanada ein Schmelztiegel verschiedener europäischer Einflüsse. Da die Besatzung der Franzosen und Engländer ihre Spuren hinterlassen haben und zu jener Zeit die Kultur der Indianer und Inuit unterdrückt wurde, sind kaum noch ursprüngliche Einflüsse spürbar. Das Symbol für Kanada ist das Ahornblatt und dies ist auch die Pflanze, die man in Kanada am häufigsten antrifft. Die sportliche Kultur zeigt sich in den zwei beliebtesten Sportarten. Zum einen selbstverständlich das Eishockey; im Sommer jedoch wird dies durch Lacrosse abgelöst, einer Ballsportart, die mit Netzschlägern gespielt wird.

Urlaub in Kanada

Den Urlaub in Kanada kann man auf unterschiedliche Art und Weise verbringen. Auf der einen Seite hat man die Möglichkeit, in den vielen Großstädten auf Entdeckungsreise zu gehen und zu versuchen, einen Unterschied zwischen den englischen und französischen Städten herauszufinden. Zum anderen jedoch kann man die unberührte Natur Kanadas erkunden und dabei sowohl neue Pflanzen kennenlernen als auch Kontakt zu Bären oder Elchen haben, die es in einigen Gegenden in großer Anzahl gibt.

Ein Urlaub in Kanada ist für die wenigsten Menschen verbunden mit kulturellen Ausflügen, eleganten Restaurants, großartigen Museen, Theater und Oper – obwohl man dies in Toronto, Québec und Ottawa selbstverständlich auch findet. Die meisten Menschen, die ihren Urlaub in Kanada verbringen wollen, kommen wegen der atemberaubenden Natur und der großen Weite, die dieses Land zu bieten hat und in der die Freiheit zum Greifen nah ist.

Einen Urlaub in Kanada sollte man sehr gut planen. Vor allem, wenn man sich in einem Mietwagen auf den Weg macht, sollte man sich darüber klar sein, dass das Land durch weite Strecken geprägt ist, auf der man keinem Menschen begegnet. Man kann bei vielen Reiseveranstaltern eine organisierte Autoreise buchen, in der vernünftige Routen und Stopps eingeplant sind. Aufgrund der Größe Kanadas ist es nicht möglich, Kanada während eines Urlaubs von 2 Wochen zu erleben. Die meisten Urlauber bleiben daher mindestens 4 Wochen und erkunden das Land in aller Ruhe. Doch auch mit Busrundreisen kann man die unterschiedlichen Gegenden sehr gut kennen lernen.

Die meisten Menschen verbringen ihren Urlaub in Kanada in und mit der Natur. Egal, ob es um Rafting oder um eine ausgedehnte Wanderung geht: Kanada ist der ideale Ort, um Natur und Sport zu verbinden. Trekking- und Motorrad-Touren durch Kanada sind ebenfalls sehr beliebt. Doch auch für die Touristen, die die Vergangenheit Kanadas erleben wollen, ist gesorgt. Das Leben der Indianer und vor allem die Geschichte des Goldrausches sind in Kanada lebendig. Am Yukon gibt es immer noch Möglichkeiten, Gold zu waschen und sein eigenes, selbstgeschürftes Nugget mit nach Hause zu nehmen. Die vielen National Parks, die die unvergleichliche Schönheit Kanadas erhalten und die Gebiete, in denen heute noch Inuit und Indianer leben, sind ebenfalls tolle Möglichkeiten, sich der Geschichte des Landes auf angenehme Art zu nähern.

Geschichte Kanadas

Erstmalig wurde Kanada von den Inuit und verschiedenen Indianerstämmen besiedelt. Diese Besiedelung liegt rund 12.000 Jahre zurück. In Kanada heißen diese beiden Volksgruppen daher auch “First Nations”. Die ersten europäischen Siedler waren nachweislich die Wikinger, die sich jedoch auf eine Besiedlung Neufundlands beschränkten. Der bekannteste unter ihnen ist sicherlich der isländische Wikinger Leif Eriksson, der durch seine Besiedlung der Baffin-Inseln und Labrador dadurch zum eigentlichen Entdecker Amerikas wurde. Es scheint sehr wahrscheinlich zu sein, dass das von den Wikingern beschriebene Vinland (übersetzt: Weidenland) das heutige Neufundland war.

Die Geschichte Kanadas ist stark von den Franzosen und Engländern geprägt. Im 15. Jh. wurde Kanada von England in Besitz genommen. Rund 50 Jahre später unternahmen die Franzosen erste Expeditionen im Bereich des St.-Lorenz-Golfs und nahmen diesen Teil Kanadas in ihren Besitz. Dies ist der Grund dafür, dass es in Kanada offiziell die beiden Amtssprachen Englisch und Französisch gab, denn der französische Teil Kanadas wurde erst im 18. Jh. als Ergebnis von Friedensverhandlung aufgrund vieler Kriege zwischen Franzosen und Engländern, an England abgetreten. Anfangs waren die Provinzen Kanadas als “13 Provinzen” den Vereinigten Staaten zugeschrieben worden. Durch die Unabhängigkeit der USA wurde auch dem Gebiet des heutigen Kanada die relative Unabhängigkeit zugesprochen. Während des Sezessionskriegs entstand die Bestrebung, sich gegen eventuelle Ausbreitungspläne der Amerikaner abzuschirmen und es entstand eine Konföderation, aus der später der Staat Kanada entstand. Die Abhängigkeit von Großbritannien jedoch sollte noch gut 150 Jahre weiterbestehen.

Im 19. Jh. war Kanada erstmalig Ziel von Auswanderern und Glücksrittern aus der ganzen Welt. Sie nahmen unglaubliche Strapazen auf sich, um zum Yukon und zum Klondike River zu gelangen. Grund für diese Auswanderungswelle war ein sagenhafter Goldfund, der (zumindest am Anfang) die Goldsucher zu Reichtum und Macht verhalf. Noch heute gehört die Zeit des Goldrauschs zu den interessanten Epochen der Geschichte Kanadas und der Mythos des Klondike wird am Yukon noch heute lebendig gehalten.

Erst 1919 gelang es Kanada, sich auch von Großbritannien zu lösen und dem Völkerbund ohne Erlaubnis von England beizutreten. Offiziell ist Kanada jedoch erst seit 1982 ein eigenständiger Staat und gehört bis heute dem Commonwealth an, so dass zurzeit Elisabeth II. das Staatsoberhaupt Kanadas bildet.

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