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Kloster Himmelkron wird verkauft

by admin1

Das Kloster Himmelkron in Oberfranken soll verkauft werden. So teilte es die Diakonie Neuendettelsau mit. Aufgrund der hohen Preisvorstellungen des Verkäufers wird es einer Privatperson kaum möglich sein, das ehemalige Zisterzienserinnen Kloster zu erwerben.

Das Kloster Himmelkron wird derzeit als Heim für etwa 150 Menschen mit Behinderung genutzt. Die Diakonie, die das Heim leitet, steht allerdings inzwischen hinter einem sogenannten dezentralen Konzept, welches zur besseren Versorgung verschiedene kleine Wohneinheiten vorsieht. Das Kloster ist für diesen Zweck definitiv zu groß. Ein Sprecher der Einrichtung teilte daher kürzlich mit, dass die Diakonie Neuendettelsau das Kloster Himmelkron verkaufen möchte.

Doch die Verkleinerung der Wohneinheiten ist nur einer der Gründe für den Verkauf. Ein weiterer ergibt sich aus der Tatsache, dass das Jahrhunderte alte Kloster nicht zeitgemäß ist. Die Bewohner müssen sich barrierefrei bewegen können. Ein Umstand, der im Kloster nicht gegeben ist. Wichtige Faktoren, die gegen das Kloster als Behinderteneinrichtung sprechen sind die Brandschutzbestimmungen, die nicht mehr eingehalten werden können sowie die enormen Heizkosten.

 

Verkauf auf lange Sicht geplant

Der Verkäufer geht hat das Gebäude zu einem Verkaufspreis von 3,3 Millionen Euro angesetzt und geht davon aus, dass es viele Jahre dauern kann, bis sich ein Käufer für das Objekt aus dem Jahr 1279 findet. Insgesamt verfügt der Komplex über 12 Gebäude, die zum Teil aufwändig saniert werden müssten, um weiterhin genutzt werden zu können. Daher ist es unwahrscheinlich, dass sich ein privater Käufer findet. Hinzu kommt, dass das gesamte Gelände nicht nur als Bau-, sondern auch als Bodendenkmal eingetragen ist, was eine Sanierung unter Umständen schwierig gestalten könnte.

 

Die Geschichte des Klosters

Das Kloster Himmelkron wurde vom 13. bis zum 16. Jahrhundert von den Zisterzienserinnen genutzt. Anschließend nutzte der Bayreuther Markgraf das in Oberfranken befindliche Kloster als Jagdschloss beziehungsweise Sommerresidenz, und zwar bis zum 19. Jahrhundert.

Graf Otto III. von Weimaer-Orlamünde gründete das Kloster im Jahr 1279. Ursprünglich handelt es sich um ein Schloss, welches durch den Grafen in ein Kloster umgewandelt wurde.

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