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Kloster Loccum am Steinhuder Meer

by admin1

Das Kloster Loccum ist ein ehemaliges Zisterzienser-Kloster in Rehburg-Loccum. Es wurde im Jahre 1163 als Ableger des Klosters Volkenroda in Thüringen gegründet. Der Standort des Klosters weist die üblichen Merkmale auf, die für die Zisterzienser charakteristisch war. Anfänglich war es ein katholisches Kloster und unterstand dem Papst. Inzwischen hat es eine evangelische Ausrichtung.

kloster-loccum-einfahrt Im Eingangsbereich befindet sich auch die Klosterstube
Die Zisterzienser lebten nicht, wie normalerweise im Kloster üblich, von den Abgaben, dem “Zehnten” der Bauern. Vielmehr lebten sie ausschließlich von ihrer eigenen Hände Arbeit, sie verzehrten nur, was sie selbst anbauen konnten, die Tiere versorgten sie selbst. Auch Bauarbeiten, die durchgeführt werden mussten, wurden von den Mönchen selbst durchgeführt. So wurde beispielsweise das Kloster selbst hauptsächlich von den anfänglichen 12 Mönchen des Klosters errichtet. Heute wird ein Teil des Geldes, das zum Unterhalt des Klosters benötigt wird, auch durch die Klosterstube Loccum erwirtschaftet. Hier gibt es neben einem kleinen Café auch selbstgemachte Kleidung, Nahrungsmittel und Geschenke. Die Klosterstube befindet sich im Torbogen des Klosters.

klosterkirche-loccum Die Klosterkirche
Auch heute noch wird das Kloster genutzt. Anders als in anderen Klöstern gibt es immer noch ein Konvent, das heißt, es leben immer noch Mönche in dem Kloster, es ist nach wie vor ein reines Männerkloster. Darüber hinaus werden die Räumlichkeiten als Predigerseminar genutzt. Die Ausbildung künftiger Pastoren und Prediger erfolgt also an historischer Stätte. Von großer Bedeutung, sowohl für die Studien der angehenden Pastoren, als auch für die Mönche und Besucher ist die Klosterbibliothek. Sie hat die Religionswissenschaft mit all ihren Facetten zum Themenschwerpunkt und wird den Besuchern durch regelmäßige Führungen zugänglich gemacht.

kloster-haus-loccum Ein Haus auf dem Klostergelände
Doch nicht nur geistlich wird das Kloster genutzt. In der Tradition der Zisterzienser wird weiterhin für den Unterhalt des Klosters durch die Mönche und Nonnen gesorgt. Dazu gehört selbstverständlich auch der Tourismus. So sind Besucher des Klosters herzlich willkommen und regelmäßig finden Pilgerungen und interessante Klosterführungen statt.

Zum Kloster Loccum gehört selbstverständlich auch eine Klosterkirche, die mit einer Besonderheit aufwarten kann. Hier hängt ein Foucault-Pendel, eine kleinere Ausgabe des Pendels aus Paris. Wie auch in Paris veranschaulicht es die Rotation der Erde. Schon länger in der Klosterkirche vorhanden, können Besucher das Pendel seit 2005 betrachten.

klostermauer-loccum Die Klostermauer

Von allen Ansichten, die man im Kloster Loccum nehmen kann, ist die Interessanteste wahrscheinlich die Bedeutung für Pilger. Das ganze Jahr über gehen unterschiedliche Pilgerwege zum und vom Kloster Loccum. Da das Mutterhaus des Klosters noch heute in Volkenroda steht, sind diese beiden Orte Anfangs- und Endpunkte der Pilgerwege. Zudem steht das Gasthaus des Klosters Pilgern als Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung.

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