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Neues Kloster für Ordensfrauen

by admin1

Rund 25 Millionen Euro werden seitens der Barmherzigen Schwestern in Augsburg in ein neues Mutterhaus investiert. Erbaut werden soll dieses an der Gögginger Straße.

Die Fertigstellung des neuen Mutterhauses der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz Paul steht kurz bevor. Im Orden leben insgesamt 117 Schwestern, von denen 80 bereits in der neuen Unterkunft leben. Die Kosten für das Bauprojekt betrugen rund 25 Millionen Euro. Dabei wird in der heutigen Zeit nur noch selten ein Kloster neu errichtet. Aus diesem Grund überlegte man sich den Schritt des Neubaus genau. Eine Sanierung des bisherigen Klosters wurde in Betracht gezogen. Aufgrund der erheblichen Mängel am Bau konnte allerdings keine Sanierung erfolgen. Das Gebäude wurde kurzerhand abgerissen und neu errichtet.

Ins neue Mutterhaus sind die Schwestern aus Pfronten und München eingezogen, da die dortigen Klöster geschlossen wurden. Aus dem Kloster St. Vinzenz in Dießen zogen ebenfalls rund 60 Schwestern in den Neubau. Des Weiteren nutzen einige Schwestern aus der Klinik Vincentinum, dem ehemaligen Altersruhesitz, die Möglichkeit zum Umzug in das neue Kloster. Generaloberin Schwester M. Michaela Lechner sagte hierzu: „Dass wir jetzt nach langer Zeit fast alle zusammen sind, stärkt die Gemeinschaft.“

Zur neuen Klosteranlage gehören neben dem Mutterhaus und einem Wohngebäude auch das Pflegeheim sowie die Kirche. Insgesamt stehen 65 Pflegeplätze zur Verfügung. Pflegebedürftige, die an einer starken Demenz leiden, können in den geschützten Bereich einziehen. Betreutes Wohnen wird ebenfalls ermöglicht.

Nunmehr steht der Neubau unmittelbar vor seiner Fertigstellung. Nur noch wenige Handwerkertätigkeiten müssen ausgeführt werden. Ursprünglich war die Neueröffnung bereits ein Jahr eher geplant. Aufgrund der unvorhersehbaren Bodenbeschaffenheit konnten die Bauarbeiten allerdings nicht wie geplant durchgeführt werden. Hinzu kamen archäologische Funde, die zunächst untersucht wurden, wodurch sich die Bauzeit erneut verlängerte. Das ursprüngliche Kloster wurde Anfang 2011 abgerissen.

Die Ordensleiterin ist glücklich und sagte zur Fertigstellung: „Es ist alles wunderbar hier.“ Und die Oberin des Pflegebereichs, Schwester Rafaela, hat nur Lob übrig: „Nur schön. Unsere Schwestern haben immer gearbeitet. Sie haben es verdient, dass sie einen würdigen Lebensabend verbringen können.“ Dabei fiel den Schwestern aus Dießen der Abschied vom alten Kloster schwer. Es dauerte nur wenige Tage, bis man sich im neuen, modernen Kloster eingelebt hatte. Vor allem die Räumlichkeiten haben sich zum Positiven verändert. So gibt es in der neuen Pflegeeinrichtung in jedem Pflegezimmer ein Bad mit Toilette. Die Pflegeeinrichtung ist nahezu komplett ausgebucht und auch das betreute Wohnen wurde gut angenommen, sodass kaum noch ein Platz zu haben ist.

Zur Zeit werden die letzten Arbeiten am Mutterhaus verrichtet. Der Außenbereich wird gestaltet. Wiesen und Parkplätze werden angelegt und der Innenhof gestaltet. Ab Ende Oktober werden Gottesdienste in der neuen Kirche durchgeführt. Die Schwestern arbeiten bereits an der Fertigstellung ihrer Büros. Schon bald wird es einen Tag der offenen Tür geben, bei welchem sich alle Menschen von dem prächtigen neuen Kloster überzeugen können. An Komfort mangelt es den Schwestern nicht. Sie verbessern ihren Lebensstandard mit dem Neubau enorm und wissen dies auch zu schätzen.

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