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Schwarzes Meer

by mark-schwarz

Urlaub am Schwarzen Meer bedeutet Ferien der ganz besonderen Art. Die meisten Menschen zieht es während der schönsten Zeit des Jahres, der Urlaubszeit, in südliche Regionen. Dies liegt vor allem daran, dass es in Südeuropa oder gar in noch ferneren Regionen deutlich mehr Sonnenstunden gibt. Und die möchte der Urlauber natürlich haben, wenn er dann dem Alltagstrott für einige Wochen entfliehen kann. Reisen zum Schwarzen Meer bieten genau diese gewünschte Sonne – bei einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

In der Regel sind es Länder wie Spanien, Italien oder auch Griechenland, die von den Deutschen für den Jahresurlaub ausgewählt werden. Die Anreise ist hier sehr gering, d. h., dass bereits mit wenigen Flugstunden das Urlaubsziel erreicht werden kann. Doch warum immer auf ausgetretenen Pfaden wandeln und nicht mal etwas Neues ausprobieren? Wunderbare Urlaubsregionen bietet nämlich auch die Schwarzmeerküste und die Flugzeit ist von Deutschland aus ebenfalls äußerst gering. Bulgarien, die Türkei, Russland, Rumänien, die Ukraine und Georgien sind kleine aufstrebende Urlaubsparadiese.

Karte Schwarzes Meer

Das Schwarze Meer – Übersichtskarte

Schwarzes Meer – hier bekommt der Urlauber mehr für sein Geld

Die Schwarzmeerküste gilt als Geheimtipp und Traumziel immer mehr deutscher Urlauber. Hier gibt es Traumstrände und Badewetter sogar bis Ende Oktober. Zudem sind die Preise deutlich geringer als anderswo, sodass hier explizit ein preiswerter Urlaub gemacht werden kann.

Wer auf der Suche nach einem bezahlbaren Urlaub ist und eine Alternative zum Mittelmeerurlaub sucht, der sollte die osteuropäische Küstenregion rund um das Schwarze Meer unbedingt besuchen. Hier finden sich zahlreiche attraktive Urlaubsziele, wie beispielsweise Odessa, Sotschi oder die Halbinsel Krim mit Jalta, Sevastopol, aber auch Burgas, Nessebar, Warna sowie die türkischen Städte Trapzon und natürlich Isrtanbul. Diese Städte sind ein wirklich lohnendes Ziel für Städtereisen und Ausflüge. Auch die Schwarzmeerstrände, vor allem in Rumänien und Bulgarien, sind stets eine Reise wert. Während sich Bulgarien mit Zielen wie Sonnenstrand und Goldstrand jedoch bereits seit längerer Zeit über steigende Urlauberzahlen freuen darf, sind die anderen Länder touristisch aber noch nicht so bekannt.

Urlaub an einem Binnenmeer, das fast so groß ist wie die Bundesrepublik Deutschland

Das Schwarze Meer ist mit dem Bosporus und dem Mittelmeer verbunden und hat eine Größe von über 400.000 Quadratkilometern. Damit ist es fast so groß wie die gesamte Bundesrepublik. Schwarz ist das Schwarze Meer natürlich nicht; der Name geht hervor aus dem Mittelalter, als schwarz für das Synonym stürmisch gebräuchlich war. Und stürmisch wird es in der Tat auch auf dem Schwarzen Meer, jedoch steigt die Wellenhöhe hier selten höher als einen Meter. Ebbe und Flut gibt es nicht. Dafür sind die Zuflüsse zahlreich, von denen vielen per Schiff erkundet werden können. Dnjeper und Donau sind nur dioe längsten davon. Im erweiterten Dunstkreis lockt auch die Wolga mit einer Flusskreuzfahrt.

Oper in Odessa

Oper in Odessa

Schwarzes Meer – Urlaubsparadies mit Sonnengarantie

Urlauber, die die Schwarzmeerküste kennenlernen möchten, haben dazu in den Ländern Russland, der Ukraine, Georgien, der Türkei, Rumänien und Bulgarien die Gelegenheit. Alle diese Länder grenzen an das Schwarze Meer, sodass der Urlauber hier stets unzählige Urlaubsarrangements wird finden können. Das Schwarze Meer hat während des gesamten Jahres alles, was ein Urlaubsparadies braucht. Das Wasser ist warm und das Klima ist angenehm mild. Nur auf der Krim und in Georgien kann es auch schon mal subtropisch heiß werden. Stets finden sich jedoch Topressorts inmitten von Resten sozialistischen Charmes und Wunschunterkünfte zu Schnäppchenpreisen. Die Landschaften sind teilweise noch gänzlich unverbaut und zubetonierte Küstenstreifen sucht man hier vergeblich.

Unbekanntes Schwarzes Meer – Geheimtipp vieler Urlauber

Das Schwarze Meer ist der Ort, der in der Bibel als der Ort der biblischen Sinnflut genannt wurde. Wissenschaftlich gesehen streiten sich hier jedoch die Meinungen. Während die einen meinen, durch eine Gletscherschmelze ist der Bosporus mit tosender Geschwindigkeit ins tiefer gelegene Schwarze Meer gerauscht, sind andere jedoch der Ansicht, dass dies nicht stimmen kann, sondern dass der Bosporus langsam und gemächlich ins Schwarze Meer geschwappt ist. Entstanden ist hier jedoch auf jeden Fall ein Binnenmeer, dass man unbedingt kennenlernen sollte.

Klima und Wetter am Schwarzen Meer

Das Schwarze Meer ist ein Binnenmeer, zwischen Osteuropa, Südosteuropa und Vorderasien gelegen. Über die Dardanellen und den Bosporus ist das Schwarze Meer mit dem östlichen Teil des Mittelmeers verbunden. Die maximale Tiefe beträgt 2212 Meter und die Fläche beträgt insgesamt 461.000 km². Die anliegenden Länder sind die Türkei, Bulgarien, Rumänien, die Ukraine, Russland und Georgien.
Schwarzes Meer - UrlaubszielAn den Küsten vom Schwarzen Meer ist das Klima zweigeteilt. An den Küsten der Ukraine (im Norden), von Russland (im Nordosten) und von Rumänien (im Nordwesten) herrscht ein kontinentales Klima mit kalten Wintern und warmen Sommern. Die Mengen an Niederschlag sind recht gering und einigermaßen gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt. An den Küsten von Bulgarien, der Türkei und von Georgien ist das Klima gemäßigt bis subtropisch. Die Mengen an Niederschlag sind hier höher und ebenso gleichmäßig über das Jahr verteilt. Der Einfluss des Mittelmeeres mit seinem subtropischen Klima wird jedoch in der Regel überschätzt. Die Sommer sind ebenfalls warm und die Winter sind recht kühl mit etwas höheren Durchschnittswerten.

Mediterrane Pflanzen werden in Bulgarien, Georgien und dem südlichen Teil der Krim kultiviert, müssen jedoch in den Wintermonaten geschützt werden. Von der sogenannten Palmengrenze und Ölbaumgrenze ist kein Küstenabschnitt am Schwarzen Meer betroffen. Die beiden Grenzen gelten als Indikatoren für den Wechsel vom gemäßigten zum subtropisch-meditteranen Klima. Mit den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi finden die Winterspiele erstmals in einem subtropischen Gebiet statt.

Entstehung und heutige Situation des Schwarzen Meeres

Die Entstehung des Schwarzen Meeres liegt 35 Millionen Jahre zurück. Bis vor rund 20.000 Jahren war das Klima trocken und kalt, das gesamte Becken war zwischendurch sogar trocken gewesen. Die Temperaturen stiegen dann vor rund 17.000 Jahren kontinuierlich an und viel Gletschereis gelang über die Flüsse Don, Dnepr und Donau in das Becken des heutigen Schwarzen Meeres.

Es wird angenommen, dass der Bosporus durch den Anstieg des Mittelmeeres durchbrochen wurde und es so in kurzer Zeit zu einem Anstieg des Wasserspiegels von über Hundert Metern kam. Funde auf dem Grund des Schwarzen Meeres deuten darauf hin, dass Siedlungen fluchtartig verlassen wurden. Neuere Ergebnisse zeigen jedoch, dass es zu einem wesentlich geringeren Anstieg um nur fünf Meter kam und dieser sich auch über Jahre hinzog.

Der Salzgehalt des Schwarzen Meeres ist in der oberen Schicht relativ gering, nimmt aber bei zunehmender Tiefe deutlich zu. Das Schwarze Meer ist weltweit das größte anoxische Meer, das bedeutet, dass in den tiefen Schichten keine Organismen existieren, die einen Stoffwechsel betreiben, welcher auf Sauerstoffatmung basiert. Aufgrund dieser Gegebenheiten werden organische Abfälle, die auf den Meeresboden sinken, nicht vollständig abgebaut, sodass am Boden irgendwann einmal Erdöl entstehen könnte.

Der Zufluss der Donau ist hauptverantwortlich für die umweltverschmutzenden Substanzen, die in das Schwarze Meer gelangen. Im Jahr 1996 kam es zur Unterzeichnung des ACCOBAMS zum Schutz der Meeres und Regelung der Befischung. Die großen Tümmler sind besonders bedroht. Das “Übereinkommen über den Schutz des Schwarzen Meeres vor Verschmutzung” wurde im Jahr 1992 in Bukarest verabschiedet.

Geschichte rund um das Schwarze Meer

An den Küsten des Schwarzen Meeres entstanden im Rahmen der griechischen Kolonisation zahlreiche Kolonien, Ploeis genannt, die untereinander und mit anderen Völkern der Region bis hin zum Mittelmeerraum Handel betrieben. Als Währung diente ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. eine Art Kleinbarren, wobei es sich um bronzene Pfeilspitzen handelte.
Zwischen den Griechen und den Thrakern, vermutlich auch innerhalb einer solchen Kolonie selbst, wurden diese im Handelsaustausch verwendet. Kolonien, welche von Venedig aus kontrolliert wurden, gab es erst im 13. Jahrhundert. Weizen und Getreide waren die bedeutendsten Güter, da Venedig zusammen mit Genua in dieser Zeit fast ganz Oberitalien versorgte. Zwischen Genua und Venedig wurde das Gebiet aufgeteilt. Die Genuesen konnten sich ab 1261 besonders auf der Halbinsel Krim festsetzen und gründeten darauf aufbauend mehrere Niederlassungen rund um das Schwarze Meer. Caffa, auf der Halbinsel Krim, wurde zur Hauptkolonie. Von dort aus kam vermutlich die Pest, der Schwarze Tod, durch die Kämpfe mit den Mongolen, nach Europa.

Heute haben sechs Staaten direkten Zugang zum Schwarzen Meer: Georgien, Russland, Ukraine, Rumänien, Bulgarien und die Türkei. Diese Anrainerstaaten haben sich im Jahr 1992 mit Moldawien, Serbien, Griechenland, Aserbaidschan, Armenien und Albanien zu einer  Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation zusammengeschlossen. Dieser Zusammenschluss soll zur besseren wirtschaftlichen Förderung der Region beitragen. In diesem Zusammenhang soll ein gemeinsamer Stromverbund die Anrainerstaaten verbinden, wie auch ein neuer Autobahnring. Im Jahr 2007 wurde dieses Mamut-Projekt von den zwölf beteiligten Mitgliedsstaaten beschlossen.

Im Rahmen der Schifffahrt trafen zwei österreichische Reedereien Anfang der 1840er-Jahre ein Abkommen, welches dafür sorgte, dass wöchentlich Schiffe von den Donauhäfen an das Schwarze Meer fuhren. Weitere Linien wurden bis in den Mittelmeerraum hinein betrieben und nach Eröffnung von dem Sueskanal sogar bis in den Nahen Osten und Asien hinein. So konnte bereits zu dieser Zeit ein wöchentlicher Linienverkehr zwischen Batumi, Nikolajew, Odessa, Braila und Istanbul angeboten werden. Dank des Vertrags von Montreux war die Zufahrt zum Schwarzen Meer für Kriegsschiffe begrenzt, Handelschiffe konnten jedoch frei passieren.

Wirtschaftsraum Schwarzes Meer

Von dem östlichen Teil des Schwarzen Meeres verläuft eine Erdgas-Pipeline, genannt “Blauer Strom”, von der russischen Küste, den Meeresboden entlang, bis zu der Küste der Türkei. Eine weitere Pipeline, “South Stream” genannt, die Russland über den Meeresboden mit Bulgarien verbinden soll, ist bereits in Planung.

Über South Stream sollen frühestens ab 2015 um die 63 Milliarden m³ Gas pro Jahr von Russland über das Schwarze Meer bis nach Südeuropa gepumpt werden. Es wird vermutet das zur Realisierung dieses Projekts 25 Milliarden Euro notwendig sind. Wintershall, Tochter von BASF ist bei dem Großprojekt eingestiegen, wie auch der italienische Versorger Eni. Auch mit Edf, einem französischem Konzern soll noch ein Vertrag abgeschlossen werden.

Von den Kritikern wird die damit zunehmende Abhängigkeit Europas vom Gas aus Russland bemängelt. Nabucco ist ein parallel laufendes Konkurrenzprojekt, bei dem die Gaspipeline Russland umgehen soll, um die Abhängigkeit der EU von dem russischen Gas zu verringern.

Das Schwarze Meer hat nicht nur in Zusammenhang mit dem Transport von Gas eine besondere Bedeutung, inzwischen gibt es auch Anzeichen für qualitativ hochwertiges Öl im Meer. TPAO, ein türkischer Konzern, meldete diesen Erfolg bei der Suche nach Erdöl im Schwarzen Meer. Das Unternehmen geht davon aus, dass im Schwarzen Meer 10 Milliarden Barrel Öl und rund 3 Billionen m³ Gas zu finden sind. Damit wäre der gesamte Energiebedarf der Türkei für die kommenden 40 Jahre gedeckt.

Zahlreiche Küstenregionen vom Schwarzen Meer sind besonders stark vom Tourismus geprägt. IM Rahmen einer Kreuzfahrt können in kurzer Zeit mehrere Länder erkundet werden, ein Einblick in unterschiedliche Kulturkreise wird ermöglicht. Weltweit bekannt und beliebt ist die Halbinsel Krim mit dem bekannten Krimsekt. In Südbulgarien wird an Orten wie Goldstrand und Sonnenstrand in den Sommermonaten von europäischen Touristen die Nacht zum Tag gemacht.